''Bei Bastian müssen alle die Ohren aufmachen''
München - Philipp Lahm stützt in der Kontroverse um den Teamgeist in der Nationalmannschaft seinen Teamkollegen Bastian Schweinsteiger.
"Dass der sich mal kritisch äussert ist ganz normal und wichtig", erklärte der deutsche Mannschaftskapitän bei der DFB-Pressekonferenz vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden: "Wenn das einer sagt wie Bastian, müssen alle die Ohren aufmachen, das sehe ich sehr positiv."
Schweinsteiger hatte vor den Länderspielen moniert, dass bei der EM "nicht immer alle gesprungen" wären, wenn die deutsche Mannschaft ein Tor schoss.
Zum Inhalt von Schweinsteigers Mahnung wollte sich Lahm nicht konkret äussern - ebenso wenig ging er auf die Auswirkungen der anhaltenden Kritik von aussen ein: "Für uns spielt das keine Rolle. Alles was drumherum ist spielt keine Rolle."
"Genügend Spieler, die führen wollen"
Lahm machte klar, dass die Diskussion um einen Mangel an Führungsstärke im DFB-Team für verfehlt hält.
"Wir haben genügend Spieler, die Verantwortung übernehmen und führen wollen", erklärte Lahm.
Die Struktur des Teams sei auch nach dem Halbfinal-Aus bei der EM intakt: "Die Mannschaft hat sich insgesamt nicht neu formiert. Die erfahrenen Spieler sind immer noch da, die Hierarchie ist klar und noch die alte."
Es sei aber "ganz normal" dass sich eine Mannschaft nach einem Turnier "neu findet".
Rummenigges Haltung "bedeutet nichts"
Lahm verteidigte die Nationalmannschaft auch gegen Kritik aus dem eigenen Verein.
Zu der Äusserung von Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, er "halte nichts von flachen Hierarchien", klare Hierarchien seien "essenziell", meinte Lahm:
"Das bedeutet für meine Meinung nichts. Flache Hierarchie ist heute ganz normal und so ist das bei uns eben auch."
Schweden "stärkster Gegner"
Mit Blick auf das anstehende WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden bezeichnet Lahm den kommenden Kontrahenten als "stärksten Gegner" der Gruppe.
Schweden sei "sehr gut organisiert, geordnet, taktisch clever".
Trotzdem plant der Kapitän, der beim 6:1-Sieg in Irland (Bericht) gesperrt war, "drei Punkte" ein.
SPORT1











