King Poldi: Bezirksliga zur Belohnung
London - Kaum hatte Lukas Podolski erneut in der Premier League geglänzt, rührte der Nationalspieler bereits die Werbetrommel für das Topspiel der Bezirksliga Mittelrhein, Staffel 3.
"Hallo Leute, drei wichtige Punkte im Derby bei West Ham eingefahren", liess Podolski seine 1,1 Millionen Facebook-Freunde und 125.000 Twitter-Follower am Samstagabend wissen:
"Am Montag geht's zur Nationalmannschaft. Aber vorher schaue ich noch bei meinen Freunden vom FC Bergheim 2000 vorbei. Morgen steht um 15.00 Uhr das Spiel gegen Düren auf dem Programm."
Einen besseren Zeitpunkt für seinen Abstecher in der alten Heimat hätte sich der 27-Jährige, der am Montag in Frankfurt/Main zur deutschen Auswahl stossen wird, kaum aussuchen können.
Schliesslich konnten die Fans am Sonntagnachmittag nicht nur Bezirksliga-Spitzenreiter Bergheim, sondern auch den gefeierten Star des FC Arsenal bestaunen.
Mertesacker spielt durch
Podolski, dem die Anhänger der "Gunners" bereits einen Song ("He scores when he wants" - "Er trifft, wann er will") gewidmet haben, überzeugte auch am Samstag beim 3:1 (1:1) seines Klubs im Londoner Derby bei West Ham United.
Der gebürtige Pole, der bereits vier Treffer für seinen neuen Arbeitgeber erzielt hat, bereitete mit einer mustergültigen Vorlage den Ausgleich durch Olivier Giroud (41. ) vor.
Per Mertesacker spielte bei den Gunners 90 Minuten durch, während "Prinz Poldi" fünf Minute vor dem Ende ausgewechselt wurde.
Die weiteren Arsenal-Treffer erzielten Theo Walcott (76.) und Santi Cazorla (83.). West Ham war durch Momo Diame in Führung gegangen (21.).
Marin spielt bei Chelsea keine Rolle
Im Gegensatz zu Podolski und Mertesacker spielt ein anderer Deutscher nach wie vor keine Rolle in England.
Der 16-malige Nationalspieler Marko Marin kam auch beim 4:1 (3:1) von Champions-League-Sieger FC Chelsea gegen Norwich City nicht zum Einsatz und muss weiter auf sein Debüt in der Premier League warten.
Cole droht Strafe
Der Erfolg des Spitzenreiters wurde allerdings durch die Affäre um Ashley Cole in den Hintergrund gedrängt.
Für seinen Twitter-Angriff auf den englischen Verband FA muss der Nationalspieler eine Strafe befürchten.
"Es gibt bei uns Social-Media-Regeln, und deswegen wird es ein Disziplinarverfahren geben", sagte Teammanager Roberto Di Matteo.
Zum möglichen Strafmass machte der Italiener keine Angaben.
Cole hatte die FA am vergangenen Freitag via Twitter als "einen Haufen Deppen" bezeichnet.
Der Abwehrspieler reagierte damit auf den FA-Bericht zur Strafe für seinen Teamkollegen John Terry (270..000 Euro Geldbusse und vier Spiele Sperre wegen Beleidigung), in dem Cole eine konstruierte Aussage zugunsten des ehemaligen Nationalmannschafts-Kapitäns vorgeworfen wurde.
Seitens der FA muss Cole trotz der nach wenigen Stunden erfolgten Löschung seines Eintrags und einer Entschuldigung ebenfalls eine Strafe fürchten.
Gerrard bekennt sich zu Liverpool
Auch eine andere Personalie sorgte für Aufsehen in England. Mittelfeld-Star Steven Gerrard hat ein Bekenntnis zum FC Liverpool bis zum Karriereende abgegeben.
"Jeder weiss, dass es immer Meinungswechsel geben kann, aber ich weiss, was es bedeutet, für diesen Klub und diese Anhänger zu spielen. Ich werden niemals gehen", sagte der 32-Jährige.
Der Kapitän der Reds bestritt bisher über 600 Pflichtspiele für die Mannschaft von der Anfield Road.
United nach Newscastle
Derweil hat Manchester City drei Tage nach dem glücklichen Last-Minute-Punkt in der Championsleague gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund einen standesgemässen Sieg gefeiert.
Der Meister besiegte den FC Sunderland mit 3:0 (1:0).
Lokalrivale Manchester United kann mit einem Sieg im schweren Auswärtsspiel bei Newcastle United ) den Sprung auf Platz drei schaffen.
SPORT1

