Mit Rückenwind auf Bayerns Spuren
München - Den Höhenflug fortsetzen und Mönchengladbach noch tiefer in die Krise stürzen:
Die "Jungen Wilden" von Eintracht Frankfurt kennen auf ihrem Siegeszug durch die Bundesliga kein Pardon.
Am Niederrhein strebt das Überraschungs-Team aus der Main-Metropole am Sonntag (ab 15.15 Uhr im ) den sechsten Sieg im siebten Spiel an.
Auch Bundestrainer Joachim Löw ist längst zum Anhänger des hessischen Angriffswirbels geworden.
"Die Frankfurter Mannschaft hat eine unglaubliche Dynamik in ihrem Spiel und einen unbändigen Willen, auch wenn sie mal in Rückstand gerät", sagte Löw und wollte mit seiner Lobeshymne gar nicht mehr aufhören:
"Sie agieren sehr offensiv und wollen auch als Aufsteiger jedes Spiel gewinnen. Das sehe ich sehr positiv."
Veh bleibt realistisch
Armin Veh dürften die Aussagen des Bundestrainers gefallen haben.
Der Coach will den Höhenflug so lange wie möglich auskosten, wohlwissend, dass sein Team nicht ewig auf Platz zwei stehen wird .
"Unser Ziel muss es sein, etwas zu schaffen wie Hannover oder Gladbach. Ich verlange das nicht. Aber wir können es schaffen", sagte Veh zuletzt.
Löw lobt Mittelfeldmotor Rode
Gegen die zuletzt schwächelnden Gladbacher steht Stürmer Olivier Occean nach seiner Oberschenkelzerrung wieder zur Verfügung.
Der Ex-Gladbacher Bamba Anderson indes fällt wegen einer Grippe aus. Für den Brasilianer soll der norwegische Nationalspieler Vadim Demidov in die Mannschaft kommen.
Die Fäden im Aufbauspiel soll wieder der zuletzt starke Youngster Sebastian Rode ziehen.
"Junge Spieler wie Rode gefallen uns gut", sagte Löw.
Favre und Daems schlagen Alarm
Bei Mönchengladbach liegen nach der 2:4-Heimpleite in der Europa League gegen den türkischen Rekordmeister Fenerbahce Istanbul dagegen die Nerven blank.
Die Elf vom Niederrhein ist seit sieben Spielen in Folge ohne Sieg.
Trainer Lucien Favre sieht gegen die Eintracht eine schwierige Aufgabe auf sein Team zukommen: "Bei Frankfurt läuf momentan alles gut, bei uns scheint nicht die Sonne."
Auch Kapitän Filip Daems sieht Probleme auf die Mannschaft zukommen: "Das Selbstvertrauen ist derzeit nicht allzu gross."
BVB ohne Gündogan nach Hannover
Der Deutsche Meister Borussia Dortmund muss nach dem gelungenen Auftritt in der Championsleague bei Manchester City in der Liga nachlegen, um nicht den Anschluss an Tabellenführer Bayern München zu verlieren.
Leichter gesagt, als getan, zumal bei Hannover 96 am Sonntag (ab 17.15 Uhr im ) Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan ausfällt.
Der Nationalspieler zog sich bei ManCity eine Stauchung der Lendenwirbelsäule zu und muss zwei Wochen pausieren.
Bangen muss der BVB um den Einsatz von Nationalverteidiger Mats Hummels, der in Manchester eine Hüftverletzung erlitt.
VfB am Scheideweg
Auf den Befreiungsschlag am siebten Spieltag hofft der VfB Stuttgart, der am Sonntag Bayer Leverkusen (ab 17.15 Uhr im ) empfängt.
Nach nur einem Sieg aus sechs Spielen stehen die Schwaben gehörig unter Druck.
"Wir tun uns gerade richtig schwer. Wir sind in einer Entwicklung, die sehr gefährlich ist. Wir müssen unbedingt versuchen, das Spiel positiv zu gestalten", sagte Sportdirektor Fredi Bobic.
Nach der 0:2-Pleite beim norwegischen Meister Molde FK am Donnerstag wollte Trainer Bruno Labbadia bei der verunsicherten Mannschaft Aufbauarbeit leisten:
"Es bringt jetzt nichts, draufzuhauen. Man sollte nicht so viele negative Worte finden, weil sich die Mannschaft dann selbst runterzieht."
SPORT1



















