Kein Sieger im Sechs-Tore-Spektakel
Frankfurt - Borussia Dortmund hat in einem Schlagabtausch mit offenem Visier den Rekord-Siegeszug von Eintracht Frankfurt gestoppt, die postwendende Rückkehr in die Erfolgsspur aber wegen der grossen Abwehrschwächen verpasst.
Der Meister, der am vergangenen Samstag beim Hamburger SV (2:3) die erste Niederlage nach 31 Ligaspielen hatte hinnehmen müssen, kam am 5. Spieltag in einem packenden Duell nicht über ein 3:3 (2:0) beim Aufsteiger hinaus.
Der Pole Lukasz Piszczek (24.), Marco Reus auf Vorarbeit Piszczeks (28.) und der für Reus eingewechselte Mario Götze (54.) trafen für Dortmund.
Der angeschlagene Reus musste zur Pause in der Kabine bleiben.
Klopp muss auf die Tribüne
Stefan Aigner (49.) und der Japaner Takashi Inui (51.) nach Vorlage von Aigner hatten Frankfurt mit einem Doppelschlag zu Beginn der zweiten Hälfte zurück in die Partie gebracht, dann traf Bamba Anderson (73.).
Dortmunds Trainer Jürgen Klopp wurde in der Nachspielzeit auf die Tribüne verwiesen.
Die Eintracht musste sich dennoch mit dem bereits zuvor erreichten Doppel-Rekord zufrieden geben - noch nie hatten die Hessen oder ein anderer Aufsteiger die ersten vier Punktspiele gewonnen.
Duell auf Augenhöhe
Die 51.500 Zuschauer in der ausverkauften Frankfurter Arena sahen einen guten Beginn beider Mannschaften. Die Gastgeber, bei denen der angeschlagene Kapitän Pirmin Schwegler (Platzwunde an der Augenbraue) auflaufen konnte, bewegten sich auf Augenhöhe mit dem Titelträger.
Die spielerische Überlegenheit der Borussen glichen die Frankfurter, die ohne Stürmer Oliver Occean auskommen mussten, durch hohes Engagement und Laufbereitschaft aus.
Die Dortmunder, bei denen die Nationalspieler Ilkay Gündogan (Grippe) und Götze zunächst auf der Ersatzbank sassen, hatten nach Vorarbeit von Piszczek durch Moritz Leitner die erste gute Möglichkeit - Eintracht-Torwart Kevin Trapp reagierte glänzend (8.).
Im Gegenzug vergab Inui eine gute Schusschance.
Piszczek erzielt die Führung
Nach rund einer Viertelstunde war der Anfangselan auf beiden Seiten verpufft. Die Defensivreihen hatten in dieser Phase das Spiel im Griff.
Auch die stark besetzte Dortmunder Offensive um Reus und Robert Lewandowski hatte nicht viel mehr als gute Ansätze zu bieten.
Das änderte sich erst beim energischen Vorstoss Piszczeks, dessen abgefälschter Schuss über Umwege den Weg ins Tor fand. Kurz darauf war es wieder Piszczek, der Reus in Szene setzte.
Der frühere Gladbacher traf per Direktabnahme zum zweiten Mal in dieser Saison, für Piszczek war es bereits die dritte Torvorlage. Danach
verwaltete Dortmund den Vorsprung bis zur Pause.
Götze nutzt Anderson-Blackout
Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst trafen Aigner und Inui zum jeweils dritten Mal in dieser Spielzeit für die furios aus der Kabine kommenden Gastgeber.
Danach nutzte Götze einen Blackout des Frankfurter Innenverteidigers Anderson zu seinem zweiten Saisontor. Kurz darauf scheiterte Götze an Trapp (56.).
Im Anschluss wogte die Partie hin und her. Frankfurt drängte auf den Ausgleich, für die Dortmunder öffneten sich dadurch immer wieder Räume zum Kontern.
Anderson machte dann per Kopf seinen Fehler wieder gut.
SPORT1



















