Real: Falcao als Ronaldo-Ersatz im Anflug?
Von Tobias Wiltschek
München/Madrid - Geht er oder bleibt er?
Seitdem Cristiano Ronaldo am vergangenen Sonntag verkündet hatte, er fühle sich bei Real nicht wohl, wird über seine Zukunft heftig diskutiert.
Doch nun spricht Florentino Perez ein Machtwort.
Für Madrids Präsident steht fest, dass der Superstar aus Portugal auch weiterhin für die "Königlichen" aufläuft.
Perez: Ronaldo will bleiben
"Wenn er uns gerne verlassen würde, hätte er uns das noch während der Transferperiode gesagt", erklärte der Bau-Mogul in der "Marca".
Hinter der Aussage von Ronaldo "stecken andere Gründe", ist sich Perez sicher.
Warum aber "CR7" plötzlich so traurig ist, konnte auch der Präsident nicht beantworten, der den Stürmer 2009 von Manchester United für die Rekordsumme von 94 Millionen Euro als Vortänzer des "weissen Balletts" verpflichtet hatte.
Torwart Iker Casillas kann zwar auch keine sachdienlichen Hinweise in Bezug auf Ronaldos Gemütszustand liefern, stellt aber klar:
"Wir sind alle nur Menschen, und wir haben auch unsere Sorgen, wie jeder andere auch."
200 Millionen von ManCity?
Sicher ist dagegen, dass die Geschehnisse in der spanischen Hauptstadt die anderen finanzkräftigen Vereine in Europa haben hellhörig werden lassen.
Nach englischen und spanischen Medienberichten soll besonders Manchester City an den Dienten des 27-Jährigen interessiert sein.
Wie die "AS" erfahren haben will, haben die "Citizens" bereits ein unglaubliches Angebot über 200 Millionen Euro abgegeben. Das soll Real aber schon abgelehnt haben.
Falcao als Nachfolger?
In Spanien wird aber auch schon ein möglicher Nachfolger von Ronaldo gehandelt. Dabei handelt es sich ausgerechnet um den Star-Angreifer des kleinen Stadtrivalen Atletico.
Falcao habe schon als Kind davon geträumt, für Real Madrid zu spielen, behauptet dessen Vater bei einem kolumbianischen Radio-Sender.
Er wies aber gleichzeitig daraufhin, dass auch Manchsester City oder der FC Chelsea eine gute Alternative für seinen Sohn abgeben würden.
Widerspruch vom Sohn
Der meldete sich, offenbar aufgeschreckt durch die Verlautbarungen seines Vaters, prompt zu Wort und twitterte:
"Um es für jeden klar zu machen: Mein Traum ist es, auch weiterhin mit Atletico Madrid Trophäen zu gewinnen."
Der Weg zum grossen Nachbarn ins Bernabeu-Stadion ist damit für den kolumbianischen Nationalspieler aber nicht verbaut, zumal sein Berater Jorge Mendes beste Beziehungen zu den "Königlichen" pflegt.
Er berät auch Real-Trainer Jose Mourinho - und Cristiano Ronaldo.
Dass Top-Torjäger Falcao den Europa-League-Sieger demnächst verlassen wird, gilt ohnehin als sicher.
Drei Tore gegen Chelsea und Bilbao
Nachdem er zum Auftakt dieser Saison im UEFA Supercup gegen Chelsea und in der Primera Division gegen Bilbao jeweils drei Treffer markierte, wird sein Marktwert mittlerweile auf 50 Millionen Euro taxiert.
Eine Summe, die der klamme Klub dringend gebrauchen und Real mit den möglichen Ronaldo-Millionen aus der Portokasse bezahlen könnte.
SPORT1











