HSV: Letzte Hoffnung van der Vaart
Von Christian Stüwe
München/Bremen - Der Hoffnungsträger des Hamburger SV sass auf der Tribüne des Weserstadions, schrieb Autogramme, machte Fotos und strahlte mit Gattin Sylvie um die Wette.
13-Millionen-Mann Rafael van der Vaart war bei der 0:2-Pleite des HSV im Nordderby gegen Werder Bremen (Bericht) noch nicht spielberechtigt, dennoch drehte sich fast alles um ihn.
"Rafael hätte die Bälle so gespielt, dass es den Bremern richtig wehgetan hätte", bemühte Marcell Jansen nach Abpfiff gar den Konjuktiv.
Doch an der traurigen Realität des letzten verbliebenen Bundesliga-Gründungsmitgliedes konnte van der Vaart nichts ändern.
Auch das dritte Pflichtspiel ging verloren, zuletzt starteten die Hamburger vor 40 Jahren so schlecht in die Saison.
Und van der Vaarts Lächeln wurde angesichts der Leistungen seiner neuen Kollegen während der 90 Minuten immer gequälter.
Adler verhindert Schlimmeres
Vorne harmlos, hinten wackelig, mit Ausnahme des starken Torwarts Rene Adler präsentierte sich der HSV kaum bundesligareif.
Umso mehr richten sich nun alle Hoffnungen auf den 29 Jahre alten van der Vaart, der bei seinem letzten Gastspiel in Hamburg zum "kleinen Engel" avancierte.
"Er ist eine Persönlichkeit und ein guter Fussballer", sagte Kapitän Heiko Westermann: "Und damit kann er uns natürlich schon gut weiterhelfen."
Jiracek verschuldet Gegentor
Zumal das Debüt zweier anderer Neuzugänge ziemlich durchwachsen ausfiel.
Milan Badelj wurde nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit mit muskulären Problemen ausgewechselt.
Der aus Wolfsburg gekommene Petr Jiracek bemühte sich zwar nach Kräften und spielte trotz einer in der ersten Hälfte erlittenen Fussprellung durch, verschuldete mit einem Ballverlust allerdings auch das zweite Gegentor durch Bremens Nils Petersen (67.).
Der erste Gegentreffer ging wiederum auf die Kappe des früheren Nationalspielers Dennis Aogo, der im Strafraum den Ball amateurhaft verlor und dann einen Elfmeter verschuldete.
Aaron Hunt verwandelte eiskalt (52.), nachdem er zehn Minuten zuvor noch vom Punkt an Adler gescheitert war.
Fehler ärgern Fink
"Es darf uns nicht passieren, dass wir durch solche individuellen Fehler verlieren", schimpfte de
SPORT1



















