''Wir müssen ziemlich offensiv spielen''
Von Thorsten Langenbahn
Mönchengladbach - Nach dem 2:1 von Borussia Mönchengladbach gegen die TSG Hoffenheim war Marc-Andre ter Stegen richtig erleichtert über den Auftaktsieg am ersten Spieltag.
"Wir haben ordentlich gespielt, nicht zu viel aufgemacht und immer wieder die Räume schliessen können", sagte der aufstrebende Nationaltorhüter zufrieden.
Mit Selbstvertrauen geht der 20-Jährige ins Rückspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).
Im SPORT1-Interview spricht Gladbachs Rückhalt über den gelungenen Ligastart, die Chancen in der Ukraine und seinen gehaltenen Elfmeter gegen Lionel Messi.
SPORT1: Herr ter Stegen, im vergangenen Jahr hat Gladbach zum Ligastart Bayern München besiegt, nun ein Auftaktsieg gegen Hoffenheim. Ist das ein gutes Omen?
Marc-Andre ter Stegen: Für uns ist es mit dem 2:1 gut gelaufen. Es ist wichtig für uns, gut gestartet zu sein und die ersten drei Punkte geholt zu haben.
SPORT1: Gibt es einen Gewinner im Nationalmannschafts-Duell zwischen ter Stegen und Hoffenheims Tim Wiese?
ter Stegen: Nein, den gibt es nicht.
SPORT1: Was hat Ihre Mannschaft besser gemacht als noch beim 1:3 im Champions-League-Playoffspiel gegen Kiew?
Ter Stegen: Kiew war ein komplett anderes Spiel. Da haben wir die erste halbe Stunde ganz gut gespielt. Gegen Hoffenheim haben wir über 45 Minuten guten Fussball gespielt und haben auch in der zweiten Halbzeit ganz gut angefangen. Man kann nicht immer die ganze Zeit konstant besser sein als der Gegner. Aber ich finde, wir haben das gut gemacht.
SPORT1: Hat Mike Hanke als Startelf-Ersatz für Igor de Camargo für frischen Wind im Angriff gesorgt?
Ter Stegen: Für ihn war es gut, dass er ordentlich reingekommen ist und direkt sein Tor gemacht hat. Das hat uns alle gefreut. Er hat wirklich viel fürs Spiel getan. Aber ich bin vor allem einfach nur froh, dass wir gewonnen haben.
SPORT1: An welchen Stellschrauben muss noch gedreht werden, wo passt es zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch nicht im Gladbacher Spiel?
Ter Stegen: Das ist schwer zu sagen. Ich finde, wir füllen die Positionen schon sehr gut aus. Natürlich können wir noch Kleinigkeiten verbessern. Aber das kann man in jedem Spiel. Kein Spiel ist fehlerfrei.
SPORT1: Inwiefern verleiht dieser Erfolg noch einmal Rückenwind für das Playoff-Rückspiel in Kiew am Mittwoch?
Ter Stegen: Der Sieg gibt uns auf jeden Fall Selbstvertrauen. Wir hoffen, dass es gut weitergeht und müssen jetzt schauen, dass wir unsere Chancen im nächsten Spiel nutzen. Ich bin jedenfalls zuversichtlich. Wir werden alles dafür tun, dass wir trotz der schwierigen Ausgangslage weiterkommen.
SPORT1: Die Chance auf den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase ist minimal. Was lässt Sie trotzdem ans Weiterkommen glauben?
Ter Stegen: Wir müssen an die erste halbe Stunde aus dem Hinspiel anknüpfen. Bis dahin haben wir ein vernünftiges Spiel gezeigt, vielleicht ein bisschen zu offensiv. Gegen Hoffenheim haben wir ordentlich gespielt, nicht zu viel aufgemacht und immer wieder die Räume schliessen können. Das zwischenzeitliche 1:1 kann uns egal sein, wenn wir am Ende als Sieger vom Platz gehen.
SPORT1: Und sollte es am Ende doch nur für die Europa League reichen ...
Ter Stegen: Darüber können wir dann immer noch reden. Erstmal haben wir das Spiel gegen Kiew vor der Brust.
SPORT1: Ist der Europapokal grundsätzlich für Sie auch eine gute Bühne, um sich für die Nationalmannschaft zu empfehlen?
Ter Stegen: International zu spielen bringt einen immer weiter. Dementsprechend sollten wir es nehmen. Wir werden alles versuchen, in die Champions League zu kommen. Aber dafür müssen wir ziemlich offensiv spielen.
SPORT1: Hat Ihnen Ihr Einsatz in der A-Nationalmannschaft beim 1:3 gegen Argentinien mit dem gehaltenen Elfmeter gegen Lionel Messi nochmal einen Schub verliehen?
Ter Stegen: Wir haben verloren. Das gibt einem nie wirklich Rückenwind. Aber so etwas muss man auch abhaken. Mit dem Pokalspiel gegen Aachen ging es schnell weiter für mich. Da galt es dann, sich schon wieder auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Nun gilt alle Konzentration dem Rückspiel gegen Kiew.
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