Conte bleibt gesperrt - Lecce muss in Liga drei
Rom - Trainer Antonio Conte von Meister Juventus Turin und der bisherige Zweitligist US Lecce sind am Mittwoch im Manipulationsskandal des italienischen Fussballs die grossen Verlierer der Berufungsverhandlungen gewesen.
Conte bleibt wegen unterbliebener Weitergabe von Kenntnissen über Manipulationen für zehn Monate gesperrt, und Lecce wurde wegen seiner Rolle in der Affäre vom Sportgericht des nationalen Verbandes FIGC zum Zwangsabstieg in die dritte Liga verurteilt.
Freispruch für drei Profis
Strahlend verliessen hingegen Nationalspieler Leonardo Bonucci und sein Juve-Kollege Simone Pepe nach neuerlichen Freisprüchen den Gerichtssaal.
Auch Marco Di Vaio (ehemals FC Bologna) kann weiter als Profi spielen.
Bestätigt dagegen wurde die dreijährige Sperre gegen Emanuele Pesoli von Zweitligist Hellas Verona ungeachtet seines aufsehenerregenden Hungerstreiks vor der Verbandszentrale in der Vorwoche.
Kenntnisse über Spielmanipulationen
Im "Fall Conte" sah auch das Sportgericht als erwiesen an, dass der Coach 2011 als damaliger Trainer des AC Siena Kenntnisse über Spielmanipulationen hatte und seine Informationen nicht gemeldet hat.
Chefankläger Stefano Palazzi hatte ursprünglich sogar eine 15-monatige Sperre für Turins Meister-Coach, der vor rund drei Monaten von einem verhafteten Profi belastet worden war, gefordert.
Conte hat alle Vorwürfe stets bestritten. Einen Antrag des Trainers in der ersten Instanz auf einen Vergleich hatte die Disziplinarkommission überraschend abgelehnt.
Aufregung vor der EM
Der Verdacht gegen Bonucci wegen vermeintlicher Manipulationen im Jahr 2010 während seines Engagements beim AS Bari hatte vor der EM für Aufregung im Lager der Squadra Azzurra gesorgt.
Wie schon die Disziplinarkommission in erster Instanz erachtete jedoch auch das Sportgericht die belastenden Aussagen von Bonuccis früherem AS-Kollegen Andrea Masiello als unglaubwürdig, obwohl Palazzi in der Berufung eine dreieinhalbjährige Sperre und damit ein sechs Monate längeres Berufsverbot als in erster Instanz gefordert hatte.
Pepe konnten Kenntnisse über Manipulationen ebenso nicht nachgewiesen werden wie Di Vaio eine Beteilung am Sportbetrug.
SPORT1











