Mous ''Maschine'' läuft - Barca setzt auf Supersturm
Von Thorsten Mesch
München - 15 Tage, vier Testspiele, vier Siege - Real Madrid kann auf erfolgreiche Reise durch die USA zurückblicken.
Am Wochenende gelang zum Abschluss ein 2:0 gegen Schottlands Spitzenklub Celtic Glasgow, am Montagmorgen um 6 Uhr landete die Maschine des spanischen Rekordmeisters auf dem Madrider Flughafen Barajas.
Trainer Jose Mourinho gab seiner Mannschaft zwei Tage frei, um sich von den Reisestrapazen zu erholen.
Am Mittwoch beginnt die letzte Phase der Vorbereitung auf die am Wochenende beginnende Saison der Primera Division.
Doch Mourinho hat für den Feinschliff nur eine Rumpftruppe zur Verfügung, denn insgesamt 15 Real-Profis sind für Länderspiele abgestellt.
10.547 Flugkilometer zurückgelegt
Die spanischen Nationalspieler flogen von Philadelphia aus gleich nach Puerto Rico, wo der Welt- und Doppel-Europameister ein Gastspiel gibt, Cristiano Ronaldo, Pepe und Fabio Coentrao spielen mit Portugal gegen Panama.
Nuri Sahin testet mit der Türkei in Wien gegen Österreich, und Mesut Özil und Sami Khedira messen mit ihren Klubkollegen Angel di Maria und Gonzalo Higuain im Testspiel gegen Argentinien.
Bis zu ihrer Rückkehr am Donnerstag bringen es die Real-Profis zusammen auf 10.547 Flugkilometer, errechnete die Sportzeitung "As" - nach dem Trip durch die USA ein strapaziöses Programm und keine optimalen Voraussetzungen für den Ligastart am Samstag gegen den FC Valencia.
Reals "Maschine funktioniert"
Dass die kommende Spielzeit, in der Real seinen Meistertitel gegen den FC Barcelona verteidigen will, kein Zuckerschlecken wird, wissen die Verantwortlichen in Madrid.
"Es wird ein sehr anspruchsvolles Jahr'", erklärte Co-Trainer Aitor Karanka nach dem 2:0 gegen Celtic, zog aber auch ein positives Fazit der Vorbereitung:
"Unsere Spiele waren gut und alles ist so verlaufen, wie wir es uns vorgestellt hatten", sagte Mourinhos Assistent.
"Wir sind eine Maschine, die gut funktioniert", zeigte sich "The Special One" zufrieden.
Kommt Modric, geht Sahin?
Und schon bald könnte noch ein neuer Spieler hinzukommen. Der Transfer von Luka Modric soll auf der Zielgeraden sein, Real sich mit Tottenham auf eine Ablöse von 32 Millionen Euro für den Kroaten geeinigt haben.
Sahin könnte dann ausgeliehen werden, der FC Arsenal bemüht sich angeblich intensiv um den Ex-Dortmunder.
Auch Kaka dürfte im Falle einer Modric-Verpflichtung wohl gehen. Der AC Mailand soll grosses Interesse haben, aber noch zu wenig bieten.
Auch Vilanova optimistisch
Auch beim ewigen Rivalen aus Barcelona läuft vor dem Ligastart am Wochenende und dem Supercup-Hinspiel gegen Madrid am 23. August fast alles nach Wunsch.
Nach zwei Unentschieden gegen Paris St. Germain und Manchester United (Niederlage im Elfmeterschiessen) gewann Barca den abschliessenden Test gegen Dinamo Bukarest mit 2:0.
"Wir starten gut in die Saison", ist sich Trainer Tito Vilanova sicher.
Stars auf Länderspielreisen
Gegen Bukarest erzielte Lionel Messi ein Tor, wird aber Vilanova in den nächsten Tagen nicht zur Verfügung stehen.
Zusammen mit seinem Vereinskollegen Javier Mascherano spielt er mit Argentinien gegen Deutschland.
Barcelonas Spielmacher Xavi und Abwehrchef Carles Puyol mussten nicht mit der Seleccion nach Puerto Rico reisen und können auf das Heimspiel gegen Real Sociedad am Samstag hinarbeiten.
Villa wieder da
Dann wird auch David Villa wieder mit von der Partie sein. Der Torjäger gab gegen Bukarest nach seinem Schienbeinbruch und achtmonatiger Auszeit sein Comeback - und will nicht nur an alte Leistungen anknüpfen.
"Ich will sogar ein besserer Spieler werden als vor meiner Verletzung", kündigte Villa an.
In der vergangenen Saison musste es Messi im Barca-Sturm zumeist alleine richten. Obwohl er Torschützenkönig der Primera Division wurde, reichte es nicht zum Meistertitel.
Mourinho will "um alle Titel kämpften"
Mit Messi und Villa will Barca ab dem Wochenende den Angriff auf Real starten.
Mourinho wird alles tun, um diese Attacke abzuwehren. Der Portugiese will mit Real "um alle Titel kämpfen".
Doch zunächst muss er hoffen, dass seine 15 Stars alle gesund von ihren Nationalmannschaften zurückkehren.
SPORT1

