Mönchengladbach gespannt auf seinen Gegner
Von Thorsten Langenbahn
Mönchengladbach - Nach 16 langen Jahren des Wartens kehrt Borussia Mönchengladbach auf die europäische Fussballbühne zurück.
Am UEFA-Hauptsitz im schweizerischen Nyon entscheidet sich am Freitag, gegen wen die Borussen in den beiden Champions-League-Qualifikationsspielen (21./22. und 28./29. August) antreten dürfen.
"In den Gefilden, in denen wir uns jetzt mit der Champions-League-Qualifikation bewegen, da gibt es nur grosse Kaliber", sagt Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl.
Der 38-Jährige fügte an: "Wir werden uns überraschen lassen, wer als Gegner gezogen wird."
Fest steht: Borussia zählt aufgrund seines niedrigen Koeffizienten (15,036) zu den fünf Teams, die nicht gesetzt sind.
Die Gladbacher werden mit einer fünfköpfigen Delegation um Eberl in Nyon vertreten sein. So können sie direkt nach der Auslosung mit den Vertretern des zugelosten Vereins organisatorische Absprachen treffen.
Im SPORT1-Interview spricht Eberl über die Spannung vor der Auslosung, die internationale Erfahrung im Borussen-Kader und die wirtschaftliche Bedeutung eines möglichen Champions-League-Einzugs.
SPORT1: Herr Eberl, 16 Jahre ist es her, dass Mönchengladbach international gespielt hat. Ist die Vorfreude auf die Europa-Rückkehr und die Auslosung für das Champions-League-Playoff im Verein spürbar?
Max Eberl: Auf jeden Fall. Wir haben sehr lange darauf warten müssen. Wir sind gespannt, gegen welches Team wir in der Qualifikation spielen dürfen. Wir hatten fast drei Monate Zeit, uns zu freuen. Jetzt weicht die Vorfreude in der Mannschaft langsam der Konzentration, um dann in Europa auch gut Fussball zu spielen.
SPORT1: Sie haben gesagt, der Auslosung entgegen zu fiebern sei ein bisschen so, als wenn man sich als kleines Kind auf Weihnachten gefreut hat. Was steht denn auf Ihrem Wunschzettel?
Einen Wunschgegner gibt es für mich nicht. In den Gefilden, in denen wir uns jetzt mit der Champions-League-Qualifikation bewegen, da gibt es nur grosse Kaliber. Natürlich haben wir in der Runde davor auf die Mannschaften geschaut, auf die wir treffen könnten. Am Freitag werden wir uns überraschen lassen, wer als Gegner gezogen wird. Bei der Auslosung in Nyon sind wir vor Ort. Ich bin gespannt und freue mich drauf. Welches Team es auch wird, wir werden unser Bestmögliches geben, um die Qualifikation erfolgreich zu überstehen.
SPORT1: Wie hilfreich können dabei Europa-erfahrene Spieler wie die Neuzugänge Granit Xhaka, Luuk de Jong oder Alvaro Dominguez sein?
Für eine Mannschaft oder einen Verein, der lange Zeit nicht mehr europäisch gespielt hat, ist es wichtig, Erfahrung zu haben. Auch Martin Stranzl und Oscar Wendt haben bereits sehr viele Europapokal-Spiele gemacht. Auch Spieler wie Alvaro Dominguez, Luuk de Jong oder Granit Xhaka sind wichtig, weil sie schon international gespielt haben und wissen, was sie erwartet und was auf uns als Verein zukommt.
SPORT1: Wie bedeutsam ist der Einzug in die Gruppenphase der Champions League nicht nur sportlich, sondern auch finanziell?
Ob Champions League oder Europa League, das ist ein Unterschied von mehreren Millionen Euro. Und natürlich hätte jeder Verein lieber mehr Geld. Aber wir planen diese Gelder nicht ein, das können wir auch gar nicht. Es wäre vermessen, mit Geld zu planen, das uns gar nicht zur Verfügung steht.
SPORT1











