Podolski zurück - bleibt van Persie ein ''Gunner''?
Von Tobias Wiltschek
München - Lukas Podolski ist zurück in Köln, wenn auch nur kurz.
Schon am Montag landete das Team des FC Arsenal am Flughafen Köln/Bonn, am Sonntag treten die "Gunners" zum Test beim 1. FC Köln an.
Nach der vergangenen Saison hatte Podolski "seinen" FC verlassen und war für insgesamt 13 Millionen Euro nach London gewechselt.
Teil des Deals war das Ablösespiel im Kölner Stadion, das Podolski kaum noch erwarten kann.
"Ich freue mich schon sehr auf unser Spiel in Köln und ich hoffe, wir sehen uns alle im Stadion", twitterte der Nationalspieler seinen Fans.
Zu Wochenbeginn waren bereits 35.000 Karten verkauft.
Trainingslager in Hennef
Die Zuschauer können sich darauf einstellen, dass Poldi und seine Mannschaftskollegen das Spiel ernst nehmen werden und als Härtetest für den Saisonstart am 18. August gegen den FC Sunderland begreifen.
Schon seit Montag bittet Teammanager Arsene Wenger seine Stars knapp 40 Kilometer von Köln entfernt in der weiträumig abgeriegelten Sporthochschule Hennef zu einem mehrtägigen Trainingslager.
Wechsel-Spekulationen um "RvP"
Auch Robin van Persie ist im Rheinland dabei und bestreitet die Einheiten zusammen mit seinen Teamkollegen.
Der niederländische Superstar ist trotz zahlreicher Wechsel-Spekulationen noch immer ein "Gunner" - und wird es bis zum Auslaufen seines Vertrages im kommenden Sommer wohl auch bleiben.
So sieht es zumindest zwei Wochen vor dem Start der Premiere-League-Saison aus.
ManCity streicht die Segel
Denn weder Juventus Turin noch die beiden Top-Klubs aus Manchester waren bislang bereit, die von Arsenal aufgerufene Ablösesumme für den Stürmer zu bezahlen.
Die beträgt offensichtlich weit mehr als die bislang gebotenen 30 Millionen Euro.
Manchester City strich als erster Interessent die Segel. "Ich glaube nicht, dass er kommen wird", sagte City-Trainer Roberto Mancini bei "Sky Sport Italia", als er auf einen möglichen Wechsel des 29-Jährigen angesprochen wurde .
Auch Juventus ist wohl mit der Verpflichtung finanziell überfordert.
Arsenal auf dem Transfermarkt erfolgreich
Van Persie hatte vor einigen Wochen mitgeteilt, seinen Vertrag in Nord-London nicht zu verlängern und diese Entscheidung mit mangelnden Ambitionen seines Klubs begründet.
Seitdem aber haben die "Gunners" auf dem Transfermarkt zugeschlagen.
Nach Podolski holten sie den französischen Top-Stürmer Olivier Giroud, und seit Dienstag ist auch der Transfer des spanischen Doppel-Europameisters Santi Cazorla vom FC Malaga in trockenen Tüchern.
Wenger freut sich über Cazorla-Coup
"Er ist ein Spieler mit guten Erfahrungen auf Klub- und internationaler Ebene, der unserem Kader eine erhebliche Qualität bringt", freut sich Wenger über seinen neuesten Coup.
Auch der 27 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler zeigte sich sehr zufrieden. "Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Arsenal ist ein grossartiger Klub", erklärte Cazorla. "Diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen."
Weitere Verstärkungen sollen folgen
Sollte Arsenal auch noch van Persies Nationalmannschaftskollegen Gregory van der Wiel von Ajax Amsterdam nach London locken, könnte sich "RvP" vielleicht sogar zu einer Vertragsverlängerung durchringen.
Zumal in Nuri Sahin von Real Madrid zuletzt ein weiterer Hochkaräter in den englischen Medien als zugang bei den Londonern gehandelt wurde.
Am kommenden Wochenende aber gehört erst einmal Kölns "verlorenem Sohn" Podolski die Aufmerksamkeit - beim Wiedersehen mit seinen Fans im Rheinland.
SPORT1











