Notverkäufe und zahlungsunfähig: Malaga am Abgrund
Von Christian Stüwe
München - Das Ziel waren die Sterne, nun droht dem FC Malaga der Absturz.
Scheich Abdullah Bin Nasser Al Thani stieg vor zwei Jahren mit seinen Millionen in Malaga ein, nun will er den Klub wieder verkaufen und offenbar in einer fast aussichtslosen Situation zurücklassen.
Am Donnerstag reiste Santi Carzola nach London, um bei Arsenal den Medizincheck zu absolvieren.
Der spanische Europameister soll bis zu 20 Millionen Euro an Ablöse in die Kassen spülen und dem FC Malaga in der angespannten finanziellen Situation ein wenig Entlastung bringen.
Trainer wartet auf sein Geld
Der Klub des Ex-Bayern-Profis Martin Demichelis und ddes früheren Hamburgers Joris Mathijsen muss wohl weitere Stars verkaufen, um überhaupt noch die Gehälter der anderen Profis zu zahlen.
Auch Trainer Manuel Pellegrini soll daher vor dem Abgang stehen. Malaga ist angeblich nicht mehr in der Lage, dem Trainer seinen Lohn auszuzahlen.
Am Donnerstag gab es ein Treffen zwischen dem Vorstand und Pellegrini, bei dem über die Zukunft des Trainers und des Vereins beratschlagt wurde.
Anpassung an Financial Fair Play
"Der FC Malaga hat einen Prozess der internen Neustrukturierung begonnen, um sich der Verein den Standards des Finacial Fair Play anzupassen", erklärte der Klub in einer Mitteilung.
"Ziel ist es, die Eigenständigkeit und Nachhaltigkeit des Klubs zu garantieren", hiess es in der Botschaft weiter .
Truppe von Nachwuchskräften
Wie dies konkret aussehen könnte, darüber spekulierte Abwehrspieler Weligton.
"Am Ende werden wir mit den Spielern antreten, die noch übrig sind", sagte der Brasilianer:
"Mit Spielern aus der Nachwuchsmannschaft oder woher auch immer."
In den Champions-League-Playoffs
Dere Venezolaner Jose Salomon Rondon soll für etwa zehn Millionen Euro zu Rubin Kazan verkauft werden.
Auch Jeremy Toulalan soll noch vor der Wechselfrist transferiert werden, Newcastle United ist am Franzosen interessiert.
Dabei könnte sich Malaga als Vierter der vergangenen Saison über die Playoffs sogar noch für die Championsleague qualifizieren.
Scheich lässt sich nicht blicken
Besitzer Al Thani scheint das allerdings wenig zu interessieren, er liess sich schon lange nicht mehr an der Costa del Sol blicken.
Nachdem er rund 150 Millionen Euro in die Mannschaft investiert haben soll und Stars wie etwa Ruud van Nistelrooy holte, scheint der Scheich seines Prestige-Spielzeugs nun überdrüssig geworden zu sein.
Ein Ausweg könnte ein neuer Investor sein. Angeblich soll einer russischer Mineralkönzern Interesse zeigen.
Angesichts der Erfahrungen mit Al Thani dürfte man in Malaga aber vorsichtig geworden sein.
SPORT1

