Poldolski in der Warteschleife, Sahin zweifelt
Von Reinhard Franke
München - Das hätte sich der "Prinz" auch anders vorgestellt.
Lukas Podolskis Start beim FC Arsenal beginnt holprig. Der Ex-Kölner und der Franzose Olivier Giroud kämpfen beim FC Arsenal um den Anschluss.
Die Europameisterschaft zeigt für das Duo ihre Nachwirkungen, und zwar keine positiven.
Die beiden Nationalspieler, die nach der EM in Polen und der Ukraine erst mit einiger Verspätung in die Vorbereitung der "Gunners" auf die kommende Premier-League-Saison eingestiegen waren, weisen offenbar noch einigen Trainingsrückstand auf und drohen für das erste Saisonspiel am 18. August gegen Sunderland nicht rechtzeitig fit zu werden.
"Ich muss es ruhig angehen lassen mit ihnen, sie brauchen länger als erwartet", wird Arsenals Teammanager Arsene Wenger in der "Sun" zitiert.
"Ich kann sie in der Vorbereitung nicht bringen, weil ich es ihnen in der Saison leichter machen will." Auf die Asien-Tour, die die Londoner derzeit bestreiten, wurden Podolski und Giroud gar nicht erst mitgenommen.
Rosicky braucht noch Zeit
Podolski war im Sommer vom 1. FC Köln, Giroud vom französischen Meister SC Montpellier in die englische Hauptstadt gewechselt. Doch die beiden Zugänge sind nicht die einzigen Problemfälle für Wenger.
Der frühere Dortmunder Tomas Rosicky wurde an der Achillessehne operiert und dürfte noch mehere Wochen benötigen, um wieder ins Training zurückzukehren. Für Wenger ist das ein "schwerer Schlag".
Auch Bacary Sagna wird nach einem Beinbruch in den nächsten Wochen nicht fit werden. Einer, der fit ist, aber wohl keine Zukunft bei seinem Verein hat, und somit in den Blickpunkt des FC Arsenal rückt, ist Nuri Sahin.
Sahin ins Hintertreffen geraten
Der Ex-Dortmunder ist bei seinem Klub Real Madrid endgültig ins Hintertreffen geraten. Er hat wohl keine Zukunft mehr bei den "Königlichen" und darf den Verein verlassen, verriet Real-Coach Jose Mourinho zuletzt.
Der Coach würde Sahin gerne ausleihen. "Ich möchte mit einem 20-Mann-Kader plus Torhüter in die Saison gehen, weil ich noch Platz für Nachwuchsspieler haben möchte. Also muss jemand gehen, aber ich versuche fair zu den Spielern zu sein."
Und weiter: "Nuri ist einer Grauzone und wenn sich eine gute Gelegenheit für ihn ergibt, ist es das Beste für ihn, dort Spielpraxis zu sammeln", sagte der Portugiese vor der Abreise in die USA, wo sich die Mannschaft gerade für die eigentliche Vorbereitung einer Promo-Tour befindet.
Sahin will nicht zu Arsenal
Ein neuer Arbeitgeber soll der FC Arsenal sein. Angeblich hatte sich Madrid bereits auf eine Ausleihe mit den Engländern geeinigt, aber Sahin lehnt einen Wechsel in die Premier League ab .
Ein Wechsel könnte aber Sinn machen für Sahin, denn Wenger steht auf junge Spieler und bei den Engländern könnte Sahin durchaus in die Rolle von Arsenals früherem Mittelfeldspieler Cesc Fàbregas schlüpfen.
Es bleibt abzuwarten, ob sich Sahin doch mit einem Wechsel anfreunden kann. Während die Arsenal-Fans weiter auf "Poldi" warten müssen, blüht ein anderer Spieler im Trikot der "Gunners" auf.
Eisfeld begeistert Wenger
Mittelfeldspieler Thomas Eisfeld hat zum Abschluss der Asien-Tour für das Wenger-Team getroffen. Der 19 Jährige traf beim 2:2-Remis in Hongkong gegen Kitchee FC.
Der frühere Dortmunder wurde für Theo Walcott eingewechselt und erzielte sein zweites Tor in der Vorbereitung der "Gunners". Eisfeld steht ursprünglich im Reservekader von Arsenal.
Doch Wenger ist sehr angetan von dem Jungen und sein Lob lässt sich nicht lange auf sich warten. Er schwärmt geradezu: "Eisfeld spielt gelassen, intelligent, beweglich, er macht das Spiel lebendig."
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