Real: USA-Trip mit vielen Fragenzeichen
Von Marc-Oliver Robbers
München - Das ging gründlich daneben. Mit 2:5 (2:2) ging Real Madrid beim "Eusebio-Cup" gegen Benfica Lissabon (NEWS: Real von Benfica vorgeführt) unter.
Die "Königlichen" waren beim Test in der portugiesischen Hauptstadt ohne die deutschen Nationalspieler Sami Khedira und Mesut Özil angetreten, auch Superstar Cristiano Ronaldo fehlte. Und so wollte Real-Trainer Jose Mourinho die Niederlage auch nicht überbewerten.
Mourinho kontert Journalisten
"Ich habe keinen einzigen meiner 19 Titel als Trainer in der Vorbereitung gewonnen", ätzte "Mou" und nahm den kritischen Journalisten den Wind aus den Segeln.
Viel mehr lobte er die Leistung der vielen Nachwuchskräfte, die zum Einsatz kamen. "Es war eine gute Erfahrung für die jungen Spieler."
Ohnehin beginnt die eigentliche Vorbereitung für die "Königlichen" erst mit der Promo-Tour durch die USA.
Özil und Khedira warten in den USA
Am Samstag brach der Tross mit den spanischen EM-Helden auf, in den USA stossen auch Sami Khedira und Mesut Özil wieder zur Mannschaft.
Beide Nationalspieler verbrachten ihren Urlaub in den Staaten und empfingen ihre Kollegen in Los Angeles.
Khedira hatte zuvor einen Gruss via Facebook an die Real-Fans gerichtet: "Morgen geht es zum Glück wieder los. Auf viele weitere Titel mit Real Madrid in dieser Saison."
Zukunft von Sahin und Kaka offen
Mit dabei sind auch die ins Hintertreffen geratenen Nuri Sahin und Kaka. Beide dürfen den Verein bei entsprechenden Angeboten verlassen, verriet Mourinho.
"Ich möchte mit einem 20-Mann-Kader plus Torhüter in die Saison gehen, weil ich noch Platz für Nachwuchsspieler haben möchte. Also muss jemand gehen, aber ich versuche fair zu den Spielern zu sein. Nuri ist einer Grauzone und wenn sich eine gute Gelegenheit für ihn ergibt, ist es das Beste für ihn, dort Spielpraxis zu sammeln", sagte der Portugiese vor der Abreise in die USA.
Ex-Dortmunder will nicht nach England
Angeblich hatte sich Madrid bereits auf eine Ausleihe mit dem FC Arsenal geeinigt, aber Sahin lehnt einen Wechsel in die Premier League ab .
Offen ist auch weiterhin die Zukunft von Kaka. "Ich weiss nicht, ob Kaka bleibt oder nicht. Er selber und das Team wissen es auch nicht. Das Einzige, das klar ist, dass es keine Probleme zwischen uns gibt. Ich wäre glücklich, wenn er bleibt, weil wir uns gut verstehen", machte Mourinho klar.
"Mou" erklärt Modric zur Chefsache
Besser dürfte die Ausgangslage für beide nicht werden, buhlen die Madrilenen doch weiterhin um die Dienste von Tottenhams Spielmacher Luka Modric.
Die Londoner rufen allerdings 40 Millionen Pfund (21 Millionen Euro) für den Kroaten auf, Real ist bereit 35 Millionen Euro zu zahlen und setzt dabei auf die Trumpfkarte Mourinho.
Der Trainer, dem ein sehr gutes Verhätnis zu Spurs-Boss Daniel Lewy nachgesagt wird, hat sich nun höchstpersönlich in die Verhandlungen eingeschaltet.
Doch während der USA-Reise will Madrid die Gespräche ruhen lassen. Notfalls sei man bereit, bis zum letzten Transfertag am 31. August zu warten.
Erster Test gegen L.A. Galaxy
Damit geht Real ohne echten Zugang ins erste Testspiel der Reise gegen David Beckhams Klub L.A. Galaxy am 2. August.
Einzig die Nachwuchsspieler Jese, Nacho, Alex und Alvaro Morata dürfen sich für weitere Einsätze empfehlen.
Milan buhlt um Khedira
Drei Tage später treffen die "Königlichen" in Las Vegas auf den mexikanischen Meister Santos Laguna, bevor es dann am 8. August in New York gegen den AC Milan geht. Ein pikantes Aufeinandertreffen, da den Italienern grosses Interesse an Khedira nachgesagt wird.
Beendet wird der lukrative Trip mit einem Test gegen den schottischen Topklub Celtic Glasgow in Philadelphia - vermutlich ohne Neuzugang, aber dafür mit einer prallgefüllten Reisekasse.











