Schnäppchenjäger weiter auf Shoppingtour
Düsseldorf - Mit 16 Neuverpflichtungen ist Aufsteiger Fortuna Düsseldorf in diesem Sommer immerhin schon in einer Disziplin der Bundesliga spitze.
Doch bei den Rheinländern sind die Planungen für die erste Erstligasaison nach 15-jähriger Abwesenheit noch nicht abgeschlossen.
Auf dem aktuellen Einkaufszettel stehen offensichtlich die beiden griechischen Nationalspieler Dimitrios Salpingidis und Stelios Malezas.
Meier beobachtet Spieler
Am vergangenen Wochenende wurde Fortuna-Trainer Norbert Meier dabei beobachtet, wie er im niederländischen Doorweth den beiden Profis im Trainingslager von PAOK Saloniki einen Besuch abstattete.
"Der Trainer war in Holland, um einen Spieler zu beobachten. Es ging aber nicht um einen Stürmer", bestätigte Manager Wolf Werner zumindest, dass Abwehrspieler Malezas (27) beim zweimaligen DFBPokalsieger ein Thema ist.
Der 27-Jährige, der ebenso wie Salpingidis zum griechischen EM-Kader zählte, soll 400.000 Euro Ablöse kosten, was angesichts der bisherigen Transferausgaben der Düsseldorfer Schnäppchenjäger von gerade mal 1,1 Millionen Euro im Bereich des Möglichen liegen sollte.
"Dann packen wir noch etwas Geld an"
"Wenn die sportliche Führung meint, es müssen weitere Spieler her, sollen sie es sagen. Dann packen wir noch etwas Geld an", sagte Düsseldorfs Finanz-Boss Paul Jäger.
Auch Präsident Peter Frymuth hatte zuletzt immer wieder betont, dass man durchaus noch den ein oder anderen Spieler verpflichten werde, "wenn er uns weiterhilft".
Erfolg versprechende Gespräche geführt
Dies könnte nicht nur auf den kantigen und kopfballstarken Malezas, der bei der EM in Polen und der Ukraine nicht zum Einsatz kam, sondern vor allem auch auf Salpingidis zutreffen.
Dieser hat bislang 60 Länderspiele bestritten und beim 2:4 gegen Deutschland im EM-Viertelfinale in Danzig für die Griechen getroffen hatte.
Meier soll mit dem Angreifer und dessen Berater schon Erfolg versprechende Gespräche geführt haben.
Keine Spieler aus Bundesliga
"Wir halten die Augen offen, aber wir werden keine Leute aus der Bundesliga holen können", sagte Meier nach dem Trainingslager in Österreich.
Der Coach kündigte an, dass der Aufsteiger zügig noch etwas unternehmen wolle:
"Die Neuen brauchen auch Zeit, sich zu integrieren. Deshalb bringt es nichts, wenn wir erst kurz vor Ende der Transferperiode zuschlagen."
"Total entspannt, aber nicht blauäugig"
Meier glaubt fest daran, dass seine runderneuerte Mannschaft in der Beletage des deutschen Fussballs bestehen kann.
"Ich bin total entspannt, aber nicht blauäugig. Ich glaube nicht, dass wir uns verstecken müssen. Wichtig ist, dass wir in den kommenden Wochen eine Einheit werden. Die ersten Schritte haben wir im Trainingslager gemacht", so der 53-Jährige.
Trainer fordert vollen Einsatz
Die Marschroute für die Bundesliga-Saison, in die der Bundesliga-Rückkehrer am 25. August beim Vorjahresaufsteiger FC Augsburg startet, hat Meier auch schon festgelegt .
"Laufstark, nur so haben wir eine Chance. Und dass wir am Saisonende immer noch Kraft haben. Wir fahren nicht durch die Bundesliga und spielen die anderen an die Wand: Wir müssen laufen, rennen und kämpfen", sagte er der "Rheinischen Post".
Manager spricht nicht von Klassenerhalt
Auch Manager Werner sieht dem Abenteuer Bundesliga gelassen entgegen, wie er dem "Express" verriet.
"Das Wort Klassenerhalt nehme ich gar nicht erst in den Mund. Wir sind doch nicht in die Bundesliga zurückgekehrt, um sie gleich wieder zu verlassen", sagte der 70-Jährige, stellte für alle Experten zugleich aber klar:
"Allerdings sollte auch niemand meinen, dass wir Bayern und Dortmund die Meisterschaft streitig machen werden."
SPORT1



















