BVB: Freude über Kuba, Ärger bei Klopp
Von Thorsten Mesch
München/Bad Ragaz - In der Vorbereitung auf die neue Saison hakt es noch bei Borussia Dortmund.
Doch bei seinen langfristigen Personalplanungen hat der Deutsche Meister und DFBPokalsieger einen weiteren wichtigen Schritt gemacht.
Der BVB hat den im kommenden Jahr auslaufenden Vertrag mit Jakub "Kuba" Blaszczykowski vorzeitig bis 2016 verlängert (News).
"Dortmund im Herzen"
"Ich bin in Dortmund sehr glücklich. Die bisherigen fünf Jahre bei der Borussia waren einfach toll", sagte Blaszczykowski im Trainingslager in Bad Ragaz.
"Wenn du einmal in Dortmund spielst, kommen für dich nicht mehr viele andere Vereine in Frage", erklärte der polnische Nationalspieler, der im Sommer 2007 für drei Millionen Euro von Wisla Krakau zum BVB gewechselt war.
"Er ist zwar kein BVB-Urgestein, aber er trägt das BVB-Emblem im Herzen", sagte Sportdirektor Michael Zorc und lobte den 26-Jährigen, an dem zuletzt Lazio Rom interessiert war.
"Er hat in der vergangenen Saison abermals eindrucksvoll gezeigt, über welche grosse Qualität er verfügt und wie wichtig er für unsere Mannschaft ist."
Zwei Pleiten in vier Spielen
Doch für das mittlerweile erfolgsverwöhnte Team von Trainer Jürgen Klopp läuft es im Vorlauf auf die am 24. August mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen beginnende Bundesligasaison noch nicht rund.
Zwei Niederlagen aus vier Testspielen kassierte Klopps Truppe, zuletzt beim 2:4 in Nürnberg am Samstag.
"Meine Mannschaft hat heute ohne den letzten Punch gespielt", kommentierte Klopp die zweite Pleite nach dem 1:3 in Brügge.
"Das finde ich für den A..."
In der Schlussphase sei seinen Spielern "die Konzentration weggeflogen", kritisierte der Coach, "das mag zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung normal sein, aber es gefällt mir trotzdem nicht."
Klopp redete sich regelrecht in Rage: "Wir haben mehr Ballbesitz, aber der Gegner holt mehr Ecken heraus. Wir haben mehr Ballbesitz, kommen aber nicht zum Abschluss, und der Gegner schiesst die Tore", meinte er: "Das finde ich für den A..."
Bewusst schweres Testprogramm
Dass sein Team drei Wochen vor dem Supercup in München noch nicht in Topform ist, kommt für Klopp aber keineswegs überraschend.
"17 Stück gegen eine Ostfriesenauswahl zu schiessen", würde seine Mannschaft nicht weiterbringen, hatte der Trainer erklärt - und bewusst auf ein schweres Testprogramm gesetzt.
"Wir hatten es so geplant, dass wir richtig Probleme haben. Und Probleme heisst, dass wir Fehler aufgezeigt bekommen, die wir abstellen wollen", meinte der 45-Jährige.
Freude über Rückkehr der DFB-Stars
Mit der Rückkehr der Nationalspieler, die am Sonntag in der Schweiz zur Mannschaft stiessen, könnten sich die Probleme recht schnell beheben lassen.
"Es ist schön, jetzt mal wieder alles Spieler beisammen zu haben", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke.
"Die Jungs wirken wirklich erholt", sagte Klopp, "es war schön zu sehen, dass alle gesund sind und sich auch auf den Trainingsstart gefreut haben."
Hummels bricht Training ab
Doch schon am Dienstag musste sich Klopp wieder mit den alltäglichen Problemchen eines Übungsleisters auseinandersetzen.
Für Mats Hummels war das Training am Morgen bereits nach der Laufeinheit beendet.
Der Innenverteidiger, der nach seinem EM-Urlaub erst am Sonntag zur Mannschaft gestossen war, klagte über ein Ziehen im Oberschenkel.
Am Dienstag absolvierte der 23-Jährige keine der zwei weiteren Trainingseinheiten mehr.
Am Mittwoch bestreitet die Borussia gegen den FC St. Gallen das nächste Testspiel . Eine weitere Niederlage würde Klopp sicher nicht schmecken.
SPORT1



















