''Das hat mir ausserordentlich gefallen''
Vom FC Bayern berichten Christian Ortlepp und Mathias Frohnapfel
Riva del Garda - Der Rundumschlag von Jupp Heynckes hat Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nicht geschockt.
Im Gegenteil.
Rummenigge stärkt dem Bayern-Coach nach dessen emotionaler Rede am Gardasee den Rücken und steckt klar die Ziele für die neue Saison ab.
Eigens für das Testspiel gegen Neapel war der FCB-Boss ins Trentino gereist und sah bei der 2:3-Niederlage einige vielversprechende Ansätze des Teams, das noch ohne die deutschen Nationalspieler auskommen musste.
Im SPORT1-Interview spricht Rummenigge über Heynckes' Ausbruch, eine wichtige Zielmarke und die Fitness von Bastian Schweinsteiger sowie Dauerbrenner Philipp Lahm.
SPORT1: Herr Rummenigge, Trainer Jupp Heynckes ist auf der Pressekonferenz explodiert. Wie beurteilen Sie als Vorstandsvorsitzender die Wutrede?
Karl-Heinz Rummenigge: Das hat mir ausserordentlich gefallen! Wenn ihn einmal etwas ärgert, dann finde ich es richtig, dass er den ein oder anderen Journalisten auch einmal stramm stehen lässt (lacht).
SPORT1: Nicht nur Journalisten - er hat auch Klartext gesprochen, wie die kommende Saison zu verlaufen hat.
Rummenigge: Wir möchten eine gute und erfolgreiche Saison spielen. Wenn der Trainer diese Vorgaben macht, bin ich total damit einverstanden.
SPORT1: Was sind die Ziele?
Rummenigge: Wir haben immer klar gesagt, dass wir Deutscher Meister werden wollen. Wir sind da ja nicht so zurückhaltend wie der ein oder andere Klub in Westen. Da sind wir schon offensiver. Wir haben eine gute Mannschaft, wir haben einen guten Kader. Das ist unser Ziel (die Meisterschaft, Anm.d.Red.), das wollen wir erreichen.
SPORT1: Mit Bastian Schweinsteiger stehen Sie im permanenten Kontakt. Wie geht es ihm?
Rummenigge: Ihm geht es gut, psychologisch und auch körperlich. Und dass er jetzt nicht mit nach China geht - der Trainer trägt da nur Rechnung, dass er seit Februar eigentlich permanent verletzt und nie richtig fit war. Er hat gewisse Defizite, die er jetzt wettmachen wird. Deshalb bleibt er wie Philipp Lahm in München, der ja permanent im Dauereinsatz war. Das ist eine völlig nachvollziehbare Entscheidung des Trainers.
SPORT1: Es gibt auch Gerüchte, dass Franck Ribery auf die China-Reise verzichtet.
Rummenigge: Nein, der geht mit. Der sitzt neben mir im Flugzeug (lacht).
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