Rummenigge wettert gegen Spielerberater
Köln - Karl-Heinz Rummenigge sind die Spielerberater im Profifussball ein Dorn im Auge.
Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München kritisierte in der "Bild"-Zeitung, dass die Klubs bei Transfers von Profis auch Geld an deren Berater zahlen müssten und fordert die Klubs auf, gegen diese gängige Praxis vorzugehen.
Rummenigge bezeichnete die bisherige Regelung bei Spielerkäufen und -verkäufen als "absurd".
Nach Ansicht des Bayern-Bosses müssten die Spieler ihre Agenten bezahlen.
Unterstützung von Watzke
"Eigentlich müssten das die Spieler tun. Denn die Berater erbringen eine Leistung zugunsten des Spielers, nicht des Vereins", sagte Rummenigge, der mit seiner Meinung nicht alleine dasteht.
Unterstützung erhält er unter anderem von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
"Karl-Heinz Rummenigge hat vollkommen recht. Aber um das umzusetzen, müssen sich die Klubs untereinander einigen."
Feste Abgabeordnung gefordert
Die Mehrheit der Vereine fordert eine feste Abgabenordnung für Spielerberater, die nach Expertenschätzungen alleine in der vergangenen Saison über 80 Millionen Euro an Prämien eingestrichen haben.
"Es wäre sinnvoll, über eine Gebührenordnung nachzudenken", sagte Schalkes Sport-Vorstand Horst Heldt und Geschäftsführer Klaus Allofs von Werder Bremen äusserte:
"Für die Klubs wäre es wichtig, dass wir uns auf die Höhe der Abgaben einigen - eine feste Prozentzahl, damit wir verlässliche Grössen haben."
Keine Solidarität unter Profiklubs?
Und Präsident Peter Frymuth von Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf meinte: "Es wäre gut, eine genaue Regelung einzuführen."
Bislang kassieren die Berater bei einem Transfer ihrer Schützlinge zwischen 10 und 15 Prozent der Ablösesumme.
"Will ein Verein einen Spieler unbedingt, tut er alles dafür. Dann wird dem Berater ein Auftrag erteilt und bezahlt", sagte Spielerberater Gerd vom Bruch, der sich aus diesem Grund keine Solidarität unter den Profiklubs vorstellen kann.
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