''Grossartiges erreichen'': Iceman heiss auf 2013
Von Felix Götz
München - Die Vertragsverlängerung von Kimi Räikkönen bis zum Ende der Saison 2013 sorgt bei Lotus für Auftrieb.
"Ich bin froh, dass er bleibt. Nun wissen die Leute in unserem Team, dass sie sich auch in Zukunft auf Kimi verlassen können. Das gibt allen einen weiteren Schub", sagte Teamchef Eric Boullier zu "Autosport".
Der "Iceman" stand in seiner Comeback-Saison bisher sechs Mal auf dem Podest und liegt in der Fahrerwertung hinter Sebastian Vettel (Red Bull) und Fernando Alonso (Ferrari) auf dem dritten Platz.
"Es ist immer ein riskantes Spiel, wenn jemand in die Formel 1 zurückkehrt. Aber er war sehr schnell wieder gut bei der Musik", meinte Boullier.
"Team musste mich nicht fesseln"
Deshalb ist es Räikkönen nicht sonderlich schwergefallen, sich für ein weiteres Jahr beim Rennstall aus Enstone zu verpflichten.
"Das Team musste mich nicht fesseln oder mit einem Fotoalbum erpressen. Ich bin sehr glücklich mit Lotus", witzelte der "Schweiger aus Espoo":
"Diese Saison hat mir gezeigt, dass ich das Rennfahren noch genau so sehr liebe, wie es immer der Fall war."
Erneuter Schritt nach vorne
Räikkönen glaubt fest daran, dass Lotus in der kommenden Saison erneut einen Schritt nach vorne machen kann.
"Durch die Fortschritte hinter den Kulissen in Enstone sollten wir im nächsten Jahr noch öfter in der Lage sein, um das Podium zu kämpfen, und können in der Meisterschaft ein noch stärkerer Herausforderer sein", sagte der 33-jährige Finne - eine Kampfansage an Vettel und Alonso.
Räikkönen freut sich darauf, "2013 Grossartiges zu erreichen".
Verbesserung im Qualifying als Ziel
Besonders im Qualifying muss sich Lotus verbessern. Räikkönens beste Samstags-Resultate waren zwei vierte Plätze.
"Diese Saison hat gezeigt, dass du in den ersten beiden Reihen stehen musst, um zu gewinnen. Es ist eines meiner Hauptziele, unsere Startpositionen zu verbessern", so Räikkönen.
Dieses Ziel kann er weiterhin gemeinsam mit Romain Grosjean verfolgen.
Auch Grosjean bleibt
Denn der vor allem durch seine oft so wilden Starts unangenehm aufgefallene Franzose darf sein Cockpit entgegen anderslautender Gerüchte behalten.
"Ich denke, er hat eindeutig gezeigt, dass er seinen Platz verdient hat", erklärte Boullier gegenüber "RMC Sport":
"Er hat an Vertrauen gewonnen und ist ruhiger geworden. Darauf kann er nun aufbauen."
Lotus wird nicht verkauft
Ein weiterer wichtiger Punkt für Lotus ist, dass die luxemburgische Investmentgesellschaft Genii den britischen Rennstall nicht verkaufen möchte.
"Ich kann bestätigen, dass das Team nicht zum Verkauf steht, es nicht verkauft wurde und auch nicht verkauft wird", stellte Boullier bei "Autosport" klar.
Am Rande des Grossen Preises von Indien gab es nämlich Gerüchte, wonach es aussichtsreiche Bewerber für Lotus aus Malaysia geben soll.
Boullier will Langzeitplan
Genii hat aber offensichtlich nicht das Interesse verloren - ganz im Gegenteil.
"Es ist nicht nur alles beim Alten, sondern sogar noch besser", sagte Boullier: "Die Strategie von Genii ist nun ziemlich klar und wir werden alles Nötige haben, um einen Langzeitplan aufzustellen. Sie stehen hinter einem Langzeitplan."
Räikkönen bleibt, der Besitzer bleibt: Lotus könnte eine rosige Zukunft bevorstehen.
SPORT1










