''Wir wollen in Brasilien jubeln''
Neu-Delhi - Sebastian Vettel siegt und siegt.
Der Triumph beim Grossen Preis von Indien war bereits sein vierter in Serie.
In der WM-Wertung baut er seinen Vorsprung auf 13 Punkte vor Verfolger Fernando Alonso aus.
Ans Aufgeben denkt der Spanier aber noch lange nicht. "Wir wollen in Brasilien jubeln, nicht nur hier. Ich bin mir sicher: Es kann gelingen", blickt Alonso auf das grosse Finale in Sao Paulo in vier Wochen voraus.
Bei den beiden Mercedes-Piloten herrscht - mal wieder - grosser Frust.
Rosberg fassungslos
Die Silberpfeile beenden das Renn-Wochenende mit null Punkten, was besonders Nico Rosberg fassungslos macht. .
"Ich habe voll attackiert und dann zieht da auf einmal der Senna an mir vorbei und ich dachte 'Das kann ja wohl nicht wahr sein'", sagt der 27-Jährige.
SPORT1 fasst die Stimmen zum Indien-GP zusammen.
Sebastian Vettel (Red Bull): Rang 1
"Mir gefällt der Fluss dieser Bahn. Der erste Sektor ist ein bisschen seltsam, doch die beiden anderen Abschnitte sind klasse. Das macht uns allen sehr viel Spass. Vielen Dank an jeden Einzelnen im Team. Alle haben sich ins Zeug gelegt, hier an der Strecke oder zuhause in Milton Keynes. Das macht den Unterschied aus. Ich freue mich und geniesse den Moment. Es sieht nach einem perfekten Wochenende aus. Ich bin sehr zufrieden. Wichtig war auch, vor Fernando zu sein. Trotzdem müssen wir am Boden bleiben. Es ist noch ein weiter Weg."
Fernando Alonso (Ferrari): Rang 2
"Im Augenblick ist es nicht einfach, gegen sie zu kämpfen. Wir geben aber nicht auf. Heute dürfen wir zufrieden sein, auch wenn wir ihnen gratulieren müssen. Glückwunsch, denn sie waren an diesem Wochenende fantastisch unterwegs. Gratulation an Red Bull und an Sebastian. Doch wir wollen in Brasilien jubeln, nicht nur hier. Ich bin mir sicher: Es kann gelingen."
Mark Webber (Red Bull): Rang 3
"Kompliment an die anderen Jungs. Lewis und Fernando waren speziell auf den harten Reifen sehr stark. Und ohne KERS war es natürlich schwierig. Da ist es nicht einfach, sich zu verteidigen. Ich bin aber zufrieden mit meiner Leistung. Und in Abu Dhabi schlagen wir zurück. Danke auch an das Publikum. Es war unglaublich."
Lewis Hamilton (McLaren): Rang 4
"Ich verstehe noch nicht, warum ich einen so schlechten Start hatte. Dadurch verlor ich an Boden, und dann wurde ich von den Jungs hinter mir attackiert. Während der ersten Runde lag mein Hauptfokus darauf, nicht mit Jenson zu kollidieren. Ich habe versucht, in der Schlussphase auf Mark Webber aufzuholen. Aber da war es schon zu spät. Er war für mich zu schnell, als dass ich in der Lage gewesen wäre, ihn ernsthaft anzugreifen. Aber ich gebe nie auf und habe bis zur allerletzten Kurve gedacht, dass ich in der Lage sein müsste, ihn mir zu schnappen. Aber schlussendlich war ich das nicht."
Jenson Button (McLaren): Rang 5
"Der gesamte erste Rennabschnitt lief nicht so gut. Ich denke, dass beide McLaren auf der weicheren Mischung Probleme hatten. Ich konnte die Leute einfach nicht hinter mir halten, das stimmt. Ich hatte wirklich mit Übersteuern zu kämpfen und hatte Glück, dass nicht mehr Autos an mir vorbeikamen."
Nico Hülkenberg (Force India): Rang 8
"Mit dem heutigen Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich denke auch, dass der achte Rang das Maximum war. Das war eine grossartige Leistung vom Team, und ich bin zufrieden mit dem, was wir heute erreicht haben. Ich habe nicht den besten Start erwischt, hatte jedoch eine gute erste Runde und war in der Lage, Rosberg auf der Geraden und Maldonado bei der Einfahrt in die vierte Kurve zu überholen."
Nico Rosberg (Mercedes): Rang 11
"Platz elf ist so ungefähr der schlimmste Platz, weil das ganze Wochenende umsonst war. Das war wirklich sehr ernüchternd. Ich habe voll attackiert und dann zieht da auf einmal der Senna an mir vorbei und ich dachte 'Das kann ja wohl nicht wahr sein'. Nichts gegen ihn, aber das kann ja eigentlich nicht sein, dass die hier schneller sind als wir."
Michael Schumacher (Mercedes): Rang 22
"Damit (Plattfuss, d. Red.) war das Rennen für mich eigentlich schon vorbei, nachdem ich in der ersten Runde direkt ohne rechten Hinterreifen herumfuhr und dabei sehr viel Zeit verlor. Danach war die Aussicht auf Punkte auch schon dahin. Zwischenzeitlich waren wir recht schnell unterwegs, das war gar nicht mal so verkehrt. Aber es war nicht gerade das Gelbe vom Ei."










