Freak Vettel: Auf einer Arschbacke zum Titel?
Von Felix Götz
München - Bestzeit in allen drei Trainings-Sessions und der erste Startplatz für den Grossen Preis von Indien am Sonntag :
Sebastian Vettel fährt auf dem Buddh International Circuit weiterhin alles in Grund und Boden.
Im Qualifying musste sich der Weltmeister lediglich im ersten Abschnitt Williams-Fahrer Pastor Maldonado geschlagen geben, in Q2 und Q3 war er dann aber nicht mehr zu halten .
Die logische Folge war die fünfte Pole-Position der Saison für den Heppenheimer.
"Für mich ist Vettel ein Freak. Ab und zu gibt es solche Leute, die einfach alles gewinnen, egal, was sie machen", sagte Alan Jones, Formel-1-Weltmeister von 1980, dem "Telegraph".
Vettel warnt vor Nachlässigkeiten
Vettel selbst war mit seiner Qualifikation natürlich mehr als zufrieden.
"Das Wochenende war bisher sehr gut für uns. Das Auto macht einen fantastischen Eindruck", freute sich der 25-Jährige:
"Es war wichtig, von Freitag auf Samstag noch einmal einen grossen Schritt nach vorn zu machen. Jetzt haben wir das Rennen im Blick."
Allerdings warnte Vettel wie schon nach seiner dominanten Vorstellung am Freitag vor Nachlässigkeiten: "Wir müssen am Sonntag alles richtig machen, um unsere Position zu halten."
Optimale Ausgangslage
Die Ausgangslage für den vierten Sieg in Folge - was Vettel bisher noch nie gelang - könnte nicht besser sein.
Direkt hinter dem jüngsten Doppel-Weltmeister in der Historie der Königsklasse startet sein Teamkollege Mark Webber.
In der zweiten Startreihe folgen die McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button.
Erst dann kommt Ferrari-Star Fernando Alonso, der in der WM-Fahrerwertung sechs Zähler hinter Vettel auf dem zweiten Platz liegt.
Alonso frustriert
Egal was Alonso macht, an den Red-Bull-Speed kommt er seit einigen Wochen einfach nicht heran. Dementsprechend frustriert war der Spanier nach der Quali in Noida.
"Wir fahren nicht gegen Vettel, wir fahren gegen Adrian Newey", polterte Alonso.
Newey ist der Chefdesigner der "Bullen" und damit für die tolle Entwicklung des RB8 verantwortlich.
Vettel reagierte bei "RTL" postwendend: "Das ist nicht gerade nett allen anderen gegenüber, mehr habe ich dazu nicht zu sagen."
Fahrer glauben an Vettel
Red Bull ist der Scuderia derart überlegen, dass die Zweifel an Vettels WM-Hattrick immer geringer werden.
Bei einer Umfrage der "Bild" tippten 15 Piloten auf den 25-maligen Grand-Prix-Sieger als Weltmeister, nur sechs Fahrer glauben noch an Alonso.
Die beiden Rivalen wurden nicht gefragt, eine Stimme wurde für Webber abgegeben - nämlich vom Australier selbst.
"Wenn das Auto hält, wird Seb auf einer Arschbacke Weltmeister", erklärte Timo Glock, der seinen Marussia auf Startplatz 21 manövrierte.
Mercedes mässig
Einmal mehr mässig schnitt Mercedes im Qualifying ab. Nico Rosberg wurde Zehnter, Michael Schumacher musste sich gar mit Rang 14 begnügen.
"Ich bin ganz zufrieden, denn es sieht danach aus, als hätten wir hier kleine Fortschritte erzielt", gab Rosberg zu Protokoll.
Und Rekord-Weltmeister Schumi meinte: "Ich gehe nicht von einer vielversprechenden Startposition ins Rennen."
Force India ernüchtert
Gedämpft war die Stimmung auch bei Force India.
Der indische Rennstall hatte sich für sein Heimrennen viel vorgenommen, nun starten Nico Hülkenberg und Paul di Resta allerdings nur von den Rängen zwölf und 16.
"Da kommt begrenzte Freude auf. Es ist eher ein bisschen ernüchternd", stellte Hülkenberg bei "RTL" fest.
SPORT1










