Vettel bläst zur Attacke: 'Haben nichts zu verschenken'
München - Weltmeister Sebastian Vettel konzentriert sich vor dem Grossen Preis von Japan weiter auf die Aufholjagd auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso.
"Das Ziel ist klar: Wir wollen die Meisterschaft gewinnen. Wir wissen, wie das funktioniert, das haben wir gezeigt", sagte der Red-Bull-Pilot:
"Aber wir dürfen deshalb nicht vergessen, was dafür nötig ist. Es sind noch ein paar Rennen, wir müssen fokussiert bleiben und immer das Maximale herausholen."
Sechs Rennen vor Saisonende in der Formel 1 hat der Titelverteidiger 29 Punkte Rückstand auf seinen grossen Rivalen im Ferrari.
Vettel will maximale Ausbeute
Im heissen Saisonendspurt gehe es um jeden einzelnen Punkt, so der 25-Jährige.
"Wir müssen sicherstellen, dass wir immer das Maximale herausholen. Auch wenn das mal nur ein vierter Platz sein sollte", sagte Vettel, "dann muss man eben diese Punkte mitnehmen. Wir haben nichts zu verschenken."
Deshalb fordert der Heppenheimer in den kommenden Wochen die volle Konzentration seines Teams ein.
"Wir sind in einer guten Position, haben ein starkes Auto. Aber die Saison hat gezeigt, dass immer wieder unvorhersehbare Dinge passieren", sagte Vettel: "Wir dürfen uns niemals zu sicher sein."
Suzuka als Lieblingsstrecke
Das Rennen in Suzuka kommt ihm sehr entgegen. "Ich liebe den Suzuka Circuit", betonte Vettel. In der Vorsaison sicherte er sich in Japan mit einem dritten Platz vorzeitig seinen zweiten WM-Titel.
Wie 2010, als er mit dem Sieg in Suzuka den Grundstein für die erfolgreiche Aufholjagd auf Fernando Alonso gestartet hatte, will Vettel auch in diesem Jahr triumphieren.
"Unser Auto scheint sehr wettbewerbsfähig zu sein und wir müssen jetzt einfach das Momentum auf unserer Seite nutzen, weiter Druck machen und abwarten, was passiert", forderte Vettel.
2011 noch im Kopf
Angetrieben wird er vom dritten Platz im Vorjahr.
"Ich wünsche, ich hätte 2011 gewonnen. Das war mein drittes Formel-1-Rennen auf meinem Lieblingskurs und es nervt mich immer noch ein bisschen, dass ich den Titel mit einem dritten Platz geholt habe", betonte der Red-Bull-Pilot.
Alonso zuversichtlich
Konkurrent Alonso bleibt indes ganz gelassen, auch wenn er seit vier Rennen nicht mehr gewinnen konnte und an Vorsprung einbüssen musste.
"In Monza hat Lewis gewonnen und Sebastian ist rausgeflogen und in Singapur gewann Sebastian, während Lewis rausflog. Für mich ist das in Ordnung, wenn sie so weitermachen", verlässt sich der Spanier auf die fehlende Konstanz seiner Konkurrenten.
Doch wie Vettel wird sich auch Lewis Hamilton, der mit 53 Zählern Rückstand noch Titelträume hegt, nicht kampflos geschlagen geben. "Von jetzt an wird es ernst", analysierte der Brite.
SPORT1










