''Das ist auf jeden Fall der Tiefpunkt''
München - Timo Glock hat es bei Marussia wahrlich nicht leicht.
Der 30-Jährige hat noch keinen WM-Zähler auf dem Konto, kam im Qualifying noch nicht einmal in die zweite Runde.
Der Grand Prix von Ungarn jedoch stellte für Glock offenbar den absoluten Tiefpunkt dar.
"Es nervt tierisch", sagte er nach seinem 21. Platz auf dem Hungaroring: "Das Auto ist im Moment unfahrbar."
Auch bei Rekord-Weltmeister Michael Schumacher kam "alles zusammen, was man sich nicht wünscht" .
Weltmeister Sebastian Vettel dagegen hadert mit seiner Risikobereitschaft.
SPORT1 fasst die Stimmen zum Ungarn-Grand-Prix zusammen.
Lewis Hamilton (McLaren), Platz 1:
"Ich bin hin und weg! Das Team hat fantastische Arbeit geleistet, absolut brillant. Das war ein Rennen, das ich wirklich genossen habe, aber es war alles andere als einfach. Ich würde eher sagen, es war eines der härtesten Rennen, das ich jemals gefahren bin, denn ich stand in allen Runden unter Druck. An dem Wochenende einen Grand Prix zu gewinnen, an dem die Olympischen Spiele in London eröffnet wurden, ist ziemlich cool. Es hat schon jemand gescherzt, dass wir die erste Goldmedaille für Grossbritannien geholt hätten."
Kimi Räikkönen (Lotus), Platz 2:
"Es ist enttäuschend, dass wir den Sieg knapp verpasst haben. Aber für das Team ist es ein gutes Ergebnis, und wir werden weiterhin Druck machen, um diesen finalen Schritt zu schaffen. Mein Start war nicht allzu schlecht, aber dann hatten wir ein paar Probleme mit KERS und ich verlor einen Platz an Fernando Alonso. Am Ende haben wir es geschafft, auf Lewis aufzuschliessen, aber es war unmöglich zu überholen."
Romain Grosjean (Lotus), Platz 3:
"Um ehrlich zu sein, bin ich etwas enttäuscht. Mit Lewis Hamilton habe ich lange Zeit hart gekämpft, aber dann hing ich hinter Michael Schumacher fest, der die blauen Flaggen überhaupt nicht respektiert hat. Das hat mich eine Menge Zeit gekostet. Aber wir haben eine Menge Punkte für die Konstrukteursmeisterschaft geholt, das ist wirklich positiv."
Sebastian Vettel (Red Bull), Platz 4:
"Mein Start war nicht gut und im Rennen habe ich nicht genug riskiert. Enttäuscht bin ich nicht, aber wenn man dann lange im Verkehr feststeckt, ist das nicht gerade befriedigend. Aber man kann ja auch nicht drüberfliegen. Man muss Geduld haben und dran bleiben. In der Sommerpause gibt es allerhand zu tun. Der Speed im Rennen ist nicht schlecht, aber die Konstanz fehlt - das ist der wunde Punkt. Wir müssen an uns arbeiten und uns verbessern."
Fernando Alonso (Ferrari), Platz 5:
"Die Lotus waren schneller als wir, die Red Bull und die McLaren ebenfalls, und im Endeffekt bin ich Fünfter geworden. Ich bin nicht enttäuscht, denn ich habe mehr erreicht, als das Auto eigentlich hergab. Wir gehen mit einem Punktevorsprung von 42 Zählern in die Sommerpause, davon bin ich schon ein wenig überrascht."
Nico Rosberg (Mercedes), Platz 10:
"Es war ein schwieriges Wochenende in Budapest und wir waren leider nicht schnell genug. Ich hatte einen guten Start und konnte bis zum Ende des Rennens drei Positionen gutmachen - damit habe ich das Beste aus der Situation gemacht. Dennoch wollen wir uns mit nur einem Punkt nicht zufrieden geben. Wir müssen herausfinden, warum wir momentan nicht die gewohnte Pace haben. Hoffentlich können wir uns nach der Sommerpause in Spa steigern - dafür werden wir alles geben."
Nico Hülkenberg (Force India), Platz 11:
"Es war ein schweres Rennen. Ich hatte Probleme mit der Balance des Autos und auch der Speed war lange Zeit nicht da. Da wir keine grossen Fehler gemacht haben und die zwei Stopps definitiv die richtige Strategie waren, war Rang wohl das Maximum heute."
Timo Glock (Marussia), Platz 21:
"Das ist auf jeden Fall der Tiefpunkt. Ich hatte keine Balance im Auto, das ganze Rennen lang nicht. Speziell die ersten beiden Stints waren im Nirgendwo. In den vergangenen beiden Rennen hat keine Runde auch nur ansatzweise Spass gemacht. Das Auto ist im Moment unfahrbar. Es nervt tierisch."
Michael Schumacher (Mercedes), Ausfall:
"An das heutige Rennen werde ich mich sicher nicht gerne zurückerinnern. Die Motorentemperaturen waren bereits vor dem Start sehr hoch. Nach meinem Start aus der Boxengasse habe ich mir eine Strafe und noch einen Reifenschaden eingefangen. Es kam alles zusammen, was man sich nicht wünscht. Als die Telemetriedaten auch noch ausgefallen waren, haben wir uns dazu entschieden, das Rennen aufzugeben und keine Folgeschäden am Auto zu riskieren. Ich bin sicher, dass wir bei meinem 300. Rennen wieder viel besser sein werden."










