''Eine ernüchternde Abkühlung''
München - Platz 13 für Nico Rosberg, Rang 17 für Michael Schumacher: Nach dem Qualifying für den Ungarn-Grand-Prix war die Laune bei Mercedes nicht sonderlich gut.
"Eine Achterbahn, die wir gerade durchfahren", meinte Schumi: "Platz 17 ist eine ernüchternde Abkühlung."
Auch der Teamkollege des Rekord-Champions war bedient. "Es kann nicht sein, dass es mit unserem Auto viel schlechter als bei allen anderen läuft", wetterte Rosberg.
Gross war die Freude derweil bei Lewis Hamilton, der sich an einem "bisher unglaublichen Wochenende" die Pole-Position schnappte .
SPORT1 fasst die Stimmen zum Ungarn-Qualifying zusammen.
Lewis Hamilton (McLaren): Startplatz 1
"Es war bisher ein unglaubliches Wochenende. Die Jungs haben wie immer gute Arbeit geleistet, indem sie das Auto perfekt vorbereitet haben. Zu sehen, dass die Upgrades jetzt endlich funktionieren, ist schön. Ich kann mit dem Auto jetzt Dinge anstellen, die davor nicht möglich waren."
Romain Grosjean (Lotus): Startplatz 2
"Wir haben normalerweise gute Sonntage. Das wird ein interessantes Rennen. Die Jungs aus unserer Crew haben das Auto super hinbekommen. Es ist gut, zurück an der Spitze zu sein."
Sebastian Vettel (Red Bull): Startplatz 3
"Uns ist es etwas schwerer gefallen, alles auf den Punkt zum Funktionieren zu bekommen. Der Speed ist da, aber wenn du einmal die Balance auch nur ein kleines bisschen verlierst, wird es schwierig. Damit hatten wir Probleme. Ich bin nicht hundertprozentig zufrieden. Romain wäre schlagbar gewesen. Lewis hingegen war etwas zu weit voraus."
Fernando Alonso (Ferrari): Startplatz 6
"Wir müssen so ehrlich sein und uns eingestehen, dass wir hier nicht so schnell wie die Spitze sind. Es wird schwierig, das Rennen zu gewinnen. Wir brauchen ein ungewöhnliches Rennen oder Regen, dann könnte es vielleicht klappen.
Aber im Moment bin ich Sechster und ich denke an die Weltmeisterschaft. Da ist Webber mein erster Verfolger - und der wurde Elfter. Hoffentlich können wir ihn hinter uns halten."
Nico Hülkenberg (Force India): Startplatz 10
"Ich bin nicht zufrieden. Es wäre mehr drin gewesen. Positiv ist natürlich, dass ich in Q3 gekommen bin. Meine Runde in Q3 war allerdings alles andere als gut. Ich bin etwas zu gierig geworden, wollte zu viel.
Ich bin etwas neben die Strecke gekommen, habe mir dabei die Reifen dreckig gefahren. Dann war die Runde eigentlich schon komplett gelaufen. Es ist enttäuschend, da ich mit der Runde aus Q2 wohl Sechster geworden wäre."
Mark Webber (Red Bull): Startplatz 11
"Es war sehr eng, ich habe aus dem letzten Satz weiche Reifen nicht alles herausgeholt. Mit ihm war ich nicht glücklich. Bei den angefahrenen Pneus sah es eigentlich ganz gut aus. Zum Schluss war ich einfach nicht schnell genug. Ich habe nicht den optimalen Grip herausholen können."
Nico Rosberg (Mercedes): Startplatz 13
"Eigentlich lief das Qualifying optimal, und das ist noch ein grösseres Problem, weil es momentan sehr schwierig zu verstehen ist, warum so viel gefehlt hat. Das müssen wir analysieren. Mit Sicherheit spielen die Reifen eine Rolle. Man spürt es da draussen, je nachdem wie man sie einfährt.
Auf einmal hat man etwas mehr Grip, überhitzt sie aber am Ende der Runde. Das ist schon sehr heikel, aber es kann nicht sein, dass es mit unserem Auto viel schlechter als bei allen anderen läuft. Ich denke, hier ist die Performance des Autos insgesamt ein Problem."
Michael Schumacher (Mercedes): Startplatz 17
"Eine Achterbahn, die wir gerade durchfahren. Die letzte Runde verlief unglücklich hinter Maldonado, der wohl eine neue Streckenvariante ausprobiert und dadurch jede Menge Dreck auf die Strecke geschmissen hat. Dadurch hat er mir meine schnellste Runde kaputtgemacht.
Die vorherige Runde war auch schon nicht besonders gut, allerdings auf gebrauchten Reifen. Somit sind wir halt 17., das ist eine ernüchternde Abkühlung. Aber ehrlich gesagt hätte das Potenzial des Autos auch nicht für mehr als Platz zwölf oder 13 gereicht. Mehr wäre eh nicht drin gewesen."
Timo Glock (Marussia): Startplatz 22
"Zwischen Training und Qualifying haben wir die falsche Setup-Änderung gemacht. Das Auto hat übergesteuert und ich habe speziell die Vorderreifen für die erste Runde nicht auf Temperatur gekriegt. Dann habe ich die Runde nicht zusammengekriegt.
Mir haben ein paar Zehntel gefehlt. Der ein oder andere Fehler, den ich drin hatte, war darauf zurückzuführen, dass das Auto einfach zu nervös war. Mehr war nicht drin. Jetzt müssen wir gucken, was wir im Rennen machen können."
SPORT1










