Schumi crasht im Regen - Hamilton top
Budapest - Michael Schumacher schützte sich nach dem erneuten Crash unter einem Blechdach neben dem Dixie-Klo vor dem Regen, Sebastian Vettels grösster Erfolg am Freitag war die Enthüllung seiner Wachsfigur bei Madame Tussauds:
Die deutschen Formel-1-Stars haben in Budapest einen ausgesprochen mässigen Start ins Rennwochenende erwischt.
Auf Weltmeister Vettel wartet vor dem Grossen Preis von Ungarn am Sonntag nach Rang acht am ersten Trainingstag noch eine Menge Arbeit.
Bei Rekordchampion Schumacher, der Zehnter wurde, muss nach einem allerdings glimpflich ausgegangenen Einschlag in die Reifenstapel wieder der Silberpfeil repariert werden.
"Die Bremsen haben blockiert"
"Michael ist okay, das Auto nicht", teilte Mercedes nach dem Zwischenfall auf da schon feuchter Strecke mit .
So gross wie nach dem Trainings-Unfall auf dem Hockenheimring in der Vorwoche sind die Schäden am Silberpfeil des 43-Jährigen jedoch nicht.
"Ausser dem Frontflügel ist nichts kaputt", sagte Schumacher: "Die Bremsen haben blockiert, und dann bin ich von der Strecke abgekommen. Aber solche Unfälle passieren, wenn es geregnet hat. Bis dahin hat sich das Auto gut angefühlt."
"Das war sicher kein Auftakt nach Mass für unsere Mannschaft", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, dessen zweiter Pilot Nico Rosberg den Freitag als Elfter beendete :
"Aber Michaels Unfall wegen Aquaplanings war keine grosse Sache. Er hat nur zehn Runden verloren, und das Auto werden wir hinbekommen."
Vettel wirkt entspannt
Vettel wirkte derweil nach einer aufregenden Woche trotz mässiger Zeit entspannt. Schon in der Vergangenheit hatte er sich am Freitag oft zurückgehalten, zudem hatte auch diesmal wieder der einsetzende Regen das Programm durcheinandergebracht.
"Das ist aber nicht das ganz grosse Problem, das geht den anderen auch so", sagte der Red-Bull-Pilot.
Am Sonntag, dem 31. Geburtstag von WM-Spitzenreiter Fernando Alonso, will er sich aber wieder so zeigen, wie er seit Freitag in Berlin zu bewundern ist: mit dem in die Luft gereckten "Vettel-Finger" als Siegerpose.
"Ich hoffe, dass ich nach all den negativen Schlagzeilen am Montag wieder positive lesen darf", sagte Vettel, der beim Heimrennen am vergangenen Sonntag auf dem Hockenheimring nachträglich vom zweiten auf den fünften Platz zurückversetzt worden war.
Kuss von Micaela Schäfer
Rund 1000 km von Budapest entfernt in Berlin, drückte derweil Micaela Schäfer "Sebastian Vettel" fest an sich und gab ihm einen Kuss auf die Wange:
Das Nacktmodel, unter anderem durch textilfreie Auftritte im "RTL"-Dschungelcamp bekannt geworden, enthüllte - natürlich nur leicht bekleidet - die Wachsfigur Vettels.
"Normalerweise enthülle ich mich selbst", hatte Schäfer schon im Vorfeld gesagt.
Für Vettel eine Ehre
Für Vettel ist es dennoch eine Ehre. Als erster deutscher Rennfahrer und als mit 25 Jahren jüngster Sportler "Unter den Linden" ist er im legendären Wachsfigurenkabinett verewigt worden.
Die Herstellungskosten der Figur betrugen etwa 200.000 Euro, 14 Mitarbeiter in den Studios in London haben sechs Monate daran gearbeitet.
Schnellster im freien Training von Ungarn war mit Abstand Lewis Hamilton. Der britische McLaren-Pilot war in beiden Einheiten unschlagbar.
Alonso Fünfter
WM-Spitzenreiter Alonso (Spanien/Ferrari) beendete den Tag als Fünfter.
Nico Hülkenberg belegte im Force-India-Mercedes Rang 13 direkt vor Vettels Red-Bull-Kollege Mark Webber (Australien), Marussia-Pilot Timo Glock landete unter 27 klassierten Fahrern nur auf Platz 24.
Vor dem 11. von 20 Saison-Rennen, dem letzten vor der Sommerpause, hat Alonso 34 Punkte Vorsprung auf Webber und 44 auf Vettel.
SPORT1










