Vettel glänzt - Hülkenberg überrascht als Zweiter
Valencia - Bestzeit für Sebastian Vettel, Nico Hülkenberg direkt in seinem Windschatten und Rekord-Weltmeister Michael Schumacher als Vierter ebenfalls in Schlagdistanz.
Die deutschen Formel-1-Stars scheinen für die "Hafenrundfahrt" in Valencia (Quali, Sa., ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) gut gerüstet zu sein.
Vettel unterstrich am Freitag mit der schnellsten Runde im freien Training zum Grossen Preis von Europa seine Ambitionen, am Sonntag die historische Serie der ständig wechselnden Sieger in der Königsklasse zu beenden und beim achten WM-Lauf als erster Fahrer in diesem Jahr zum zweiten Mal zu triumphieren.
"Ich bin sehr zufrieden damit, dass wir ein sauberes Training ohne Probleme hatten. Wir haben gute Daten gesammelt und ich glaube, dass wir wieder einen Schritt gemacht haben", sagte Vettel.
Schumi nur Tausendstel zurück
Schumacher dagegen würde liebend gerne Sieger Nummer acht werden. Nur sechs Tausendstelsekunden lag der 43-Jährige hinter dem drittplatzierten Kamui Kobayashi im Sauber-Ferrari.
Der Japaner ist aber ein weiterer Kandidat als Sieger Nummer 8, ebenso der Brasilianer Bruno Senna im Williams-Renault, der als Fünfter aufhorchen liess.
Sennas Teamkollege Pastor Maldonado, am Vormittag noch knapp vor Vettel Schnellster, hatte in Barcelona gewonnen. Für Hülkenberg dagegen steht bislang ein achter Platz aus Monaco als bestes Resultat des Jahres zu Buche.
Feld dicht beisammen
Insgesamt lag das Feld auch bei den ersten Runden rund um den America's-Cup-Hafen wieder unheimlich dicht zusammen.
Den Ersten Vettel und den auf Rang 15 platzierten Brasilianer Felipe Massa im Ferrari, 2008 noch Premieren-Sieger in Valencia, trennten gerade einmal neun Zehntelsekunden.
Und so finden sich auch einige prominente Namen schnell mal auf hinteren Plätzen, wenn nicht alles optimal passt.
Hamilton nur 14.
Lokalmatador Fernando Alonso, der bislang noch nie vor seinen Fans in Valencia gewonnen hat, musste sich in seinem Ferrari mit Platz sieben begnügen.
Vettels Red-Bull-Teamkollege Mark Webber landete auf Rang neun, Nico Rosberg im zweiten Mercedes-Silberpfeil auf Platz zehn.
Alle drei haben in diesem Jahr schon ein Rennen gewonnen, wie die beiden britischen McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton. Button, der bereits in den letzten Rennen grosse Probleme hatte, kam lediglich auf Platz zwölf, WM-Spitzenreiter Hamilton sogar nur auf Position 14.
Vettel hofft auf Leistungssprung
Vettel hofft in den nächsten Rennen auf einen Leistungssprung seiner "Abbey".
"Andere Teams haben einen Schritt nach vorne gemacht", meinte er mit Blick auf die bisherige Saison: "Wir haben aber noch nicht die Schritte machen können, die wir wollten. Die Ergebnisse waren noch nicht wie erwartet, aber auch nicht so, dass wir uns verstecken müssten. Ich hoffe, dass wir noch zulegen, denn das ist auch nötig."
Man könne schon sagen, dass die Regeländerungen für diese Saison mit dem Verbot des angeblasenen Diffusors Red Bull wohl am meisten getroffen hätten, räumte Vettel ein. "Aber es liegt an uns, wieder zurückzukommen. Das darf keine Entschuldigung dafür sein, langsam zu sein."
"So ist die Formel 1"
Schumacher steht trotz der Pannenserie an seinem Auto hundertprozentig hinter seinem Team. "Nach sieben Rennen nur zwei Punkte zu haben, ist nicht das, was wir wollten. Aber so ist nun mal die Formel 1", sagte Schumacher.
"Wir hoffen, hier in einer guten Position zu sein. Einen Sieg vorherzusagen, wäre aber zu optimistisch", meinte er. Es wäre für ihn GP-Sieg Nummer 92 und vor allem der ersehnte erste Erfolg in seiner "zweiten Karriere".
Seit seinem Comeback zu Beginn der Saison 2010 jagt der Routinier bislang vergeblich einem Podiumsplatz hinterher.
SPORT1










