Genf in Pink zu neuem Ligarekord
Die ersten neun Meisterschaftsspiele einer Saison hat niemand mehr gewonnen seit dem EHC Arosa, der 1952 und 1953 jeweils ohne einen Verlustpunkt Meister wurde. Der Vorsprung Servettes auf den ersten Verfolger ZSC beträgt nach neun Runden bereits acht Punkte. Die ZSC Lions waren am Freitag spielfrei.
Keller mit doppelter Torpremiere
Der Schweiz-Kanadier Ryan Keller erzielte zwei Tore, es waren seine ersten für Servette. Die entscheidenden Szenen spielten sich in der 22. Minute ab. Zuerst traf Biels NHL-Crack Tyler Seguin nur die Latte, im Gegenstoss gelang Kevin Romy das 2:0 für Servette.
Das erste Goal für Servette hatte nach elf Minuten Back Kevin Hecquefeuille erzielt, nachdem Biels Goalie Reto Berra den Puck nach vorne hatte abprallen lassen.
Realismus und hohe Ziele
Nach dem Spiel zeigte sich Genfs Torwart Tobias Stephan erfreut ob dem phänomenalen Saisonstart seiner Mannschaft, warnte gegenüber Teleclub aber auch davor, abzuheben: "Es ist wichtig, den Match, den wir irgendwann zwangsläufig verlieren werden, solange wie möglich hinauszuzügern. Chris McSorley sorgt schon dafür, dass wir auf dem Boden bleiben."
Warum die Servettien so stark gestartet sind, ist für ihn einfach erklärt: "Wir haben uns einfach gut vorbereitet. Wir haben viel und sehr hart gearbeitet, nun dürfen wir die Früchte ernten". Dass mit dem ersten Platz nach 9 Runden noch keine goldene Ananas gewonnen ist, weiss auch Stephan. "Das ist ein super Start. Aber es ist noch lange nicht das, was wir wollen", lässt er, den Resultaten entsprechende, Ambitionen laut werden. (Si/ska)
Genève-Servette - Biel 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)
Les Vernets. - 6935 Zuschauer. - SR Kurmann, Abegglen/Rohrer. - Tore: 11. Hecquefeuille (Almond, Fata) 1:0. 22. Romy (Couture) 2:0. 32. Ryan Keller (Hecquefeuille) 3:0. 44. (43:33) Ryan Keller 4:0 (Penalty). 44. (43:50) Kellenberger) 4:1. - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Rivera) gegen Genève-Servette, 4mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Almond; Peter.
Genève-Servette: Tobias Stephan; Vukovic, Bezina; Hecquefeuille, Mercier; Yannick Weber, Gautschi; Antonietti; Dan Fritsche, Romy, Couture; Ryan Keller, Almond, Fata; Simek, Walker, Rivera; Roland Gerber, Gian-Andrea Randegger, Samuel Friedli; John Fritsche.
Biel: Reto Berra; Huguenin, Dario Trutmann; Kparghai, Dominic Meier; Wellinger, Untersander; Grieder; Marc Wieser, Gaetan Haas, Spylo; Seguin, Peter, Micflikier; Wetzel, Kellenberger, Tschantré; Füglister, Pouliot, Ehrensperger; Gloor.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Picard, Paul Savary, Jean Savary, Salmelainen und Walsky, Biel ohne Marco Streit (alle verletzt) und Beaudoin (überzähliger Ausländer). - Pfostenschuss Mercier (2.). - Timeout: Genève-Servette (23.); Biel (57.).

